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Seit 2010 aktiv Attac Emsland zum 50. Mal auf Sendung

Von PM. | 16.06.2016, 14:46 Uhr

Im Studio Nordhorn der Ems-Vechte-Welle wurde es eng an diesem Abend. Nahezu vollzählig war die Attac-Regionalgruppe Emsland erschienen, um ihre 50. Hörfunksendung unter dem Motto „Eine andere Welt ist möglich“ zu gestalten.

Alle vier Wochen sind Mitglieder der Gruppe zu Gast in dem Nordhorner Studio. Dann werden kritische Themen lokaler und überregionaler Natur angesprochen, sozialpolitische und ökologische Streitfragen ebenso wie Aktuelles aus der Wirtschaft. Dauern die Livesendungen üblicherweise eine Stunde, so hat man für das Jubiläum die Sendezeit verdoppelt.

Ursprung in Frankreich

Die seit 2010 im Emsland und der Grafschaft aktive Gruppe ist eine von etwa 200 Attac-Regionalgruppen in Deutschland. Ihren Ursprung hatte die Bewegung in Frankreich, wo sie vor knapp zwanzig Jahren gegründet wurde mit dem zunächst einzigen Ziel, die Versteuerung von Finanztransaktionen zu erkämpfen. Über die Jahre hat sich Attac dann zu einem globalisierungskritischen internationalen Netzwerk entwickelt, dem sich in Deutschland unter anderem die Gewerkschaften Verdi und GEW, die katholische Friedensorganisation Pax Christi und der Umweltverband BUND angeschlossen haben.

Missverständnis

Während der Jubiläumssendung wurde auch ein offenbar häufig anzutreffendes Missverständnis angesprochen: Obwohl Attac bereit und fähig sei, antidemokratische, fremdenfeindliche und umweltgefährdende Aktionen zu attackieren, leite sich der Name der Organisation nicht von dem Wort Attacke her. Er sei vielmehr die Abkürzung für die französische Bezeichnung von „Vereinigung zur Besteuerung von Finanztransaktionen im Interesse der Bürger“.