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Sechs freie Wohnäuser Unterkünfte für Flüchtlinge in Meppen anderweitig nutzen

Meinung – Hermann-Josef Mammes | 09.06.2016, 20:01 Uhr

Die Städte und Gemeinden sind bei der Flüchtlingspolitik das schwächste Glied in der Kette. Dabei sind sie es, die letztendlich die Flüchtlingsströme aufnehmen müssen.

Als im Herbst 2015 die Zahlen bundesweit in die Höhe schossen, begann in Meppen die eifrige Suche nach alternativen Unterbringungsmöglichkeiten. Neben Wohnungen, Hotels und Wirtschaftsgebäuden zog die Stadt frühzeitig den Bau neuer Wohngebäude in Betracht.

Großer Wohnungsbedarf

Sechs große Häuser sind im Bau, zwei von der Stadt und vier von privaten Investoren. Durch die neue restriktive Flüchtlingspolitik zahlreicher Staaten rund um das Mittelmeer kommen immer weniger Schutzsuchende nach Deutschland und damit nach Meppen.

Bei den noch freien Kapazitäten der Stadt für die Flüchtlinge könnten alle sechs Wohnblocks, ausgelegt für insgesamt 232 Menschen, den freien Wohnungsmarkt stark entlasten. In Meppen fehlt es gerade an kleineren bezahlbaren Wohnungen in Stadtnähe. Hier könnten die sechs Wohnhäuser zu einer erheblichen Entspannung der Situation beitragen und zugleich aufkeimende Neiddebatten beenden.