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Sanierung statt Neubau Kreis unterstützt Raspo Lathen und Olympia Laxten

Von Manfred Fickers | 07.02.2017, 17:23 Uhr

Nachdem jahrzehntelang der Ausbau von Sportanlagen im Vordergrund stand, wird jetzt die Sanierung und Umnutzung wichtiger. Der Ausschuss für Jugendhilfe und Sport hat dem Kreistag empfohlen, Projekte von Raspo Lathen und Olympia Laxten zu fördern.

Der SV Rasensport Lathen setzt auf Breitensport. Mehr als 1300 Mitglieder sind in unterschiedlichen Sparten aktiv, die meisten im Fußball. Das Sportgelände und insbesondere das Umkleidegebäude waren sanierungsbedürftig, erklärte Dezernent Martin Gerenkamp dem Ausschuss. Die Arbeiten seien inzwischen weitgehend abgeschlossen, unter anderem weil der Landkreis die Genehmigung zum vorzeitigen Baubeginn erteilt hatte.

Für zwei Teilvorhaben stellte Raspo Lathen Anträge auf Zuschüsse beim Landkreis. Für 40.907 Euro ist die Umzäunung des Sportplatzes repariert worden. Die Renovierung des Altbaus der Umkleide kostete 107.809 Euro. Denn es entsprach noch dem Standard, der in den frühen 1970er Jahren üblich war, erläuterte Gerenkamp. Insgesamt hat Raspo Lathen 203.445 Euro ausgegeben. 93.845 Euro Eigenmittel bringt der Verein mit, der Kreissportbund Emsland gibt 35.200 Euro und die Gemeinde Lathen 37.200 Euro. Beim Landkreis sind die restlichen 37.200 Euro beantragt.

Günter Buss (Bündnis 90/Die Grünen) meinte, dass Raspo Lathen, statt den Maschendrahtzaun rund um das Sportgelände zu erneuern, besser einen Stabzaun errichtet hätte. Michael Koop (CDU) machte darauf aufmerksam, dass eine solche Änderung der Pläne mit weit höheren Kosten verbunden wäre, und den Finanzrahmen gesprengt hätte

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Fußball am Dieksee

Erfolgreich in der Breitensportarbeit ist der SV Olympia Laxten, der mit 1750 Mitgliedern zu den größten Sportvereinen im Emsland gehört, sagte Gerenkamp. Weil der Fußballbereich mit mehr als 700 Mitglieder wächst, gibt es seit einiger Zeit einen Mangel an Übungsplätzen. Nachdem der TC Gauerbach sich Ende 2014 aufgelöst hatte, übernahm Olympia Laxten das Tennisgelände und das Klubhaus am Dieksee , um daraus eine Sportanlage für den Fußballnachwuchs, der G- bis D-Jugend und für die drei integrativen Fußballmannschaften „Lucky Löwen“ zu machen. Das Vereinshaus biete voll ausgestattete Umkleidekabinen und die Fläche sei ausreichend für ein Jugendspielgelände. Insgesamt soll die Umnutzung für 193.273 Euro machbar sein. 44.138 Euro will der Verein beitragen, die Stadt Lingen gibt 80.000 Euro, beim Kreissportbund sind 30.480 Euro und beim Landkreis Emsland 38.655 Euro beantragt.