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Richtfest am MVZ Ärztehaus in Geeste-Dalum nimmt Formen an

Von Markus Pöhlking | 02.09.2016, 13:40 Uhr

Das Medizinische Versorgungszentrum im Ortskern von Geeste-Dalum nimmt Formen an: In der vergangenen Woche feierten Vertreter der Gemeinde, des Bauunternehmens sowie die künftigen Praxisärzte Richtfest. Geht alles nach Plan, soll das Ärztehaus Ende des Jahres bezugsfertig sein.

Im medizinischen Versorgungszentrum an der Meppener Straße wird künftig eine ärztliche Grundversorgung für mehrere Geester Ortsteile angeboten: Im Erdgeschoss des zweieinhalbgeschössigen Gebäudes soll künftig eine allgemeinmedizinische Praxis, darüber eine Kinderarztpraxis untergebracht werden. Erstere besteht vor Ort bereits seit 2013. Damals wurde die Zweigstelle des Ärztezentrums Holthausen-Biene in Dalum eröffnet - als Reaktion auf die von der Kassenärztlichen Vereinigung festgestellte „Unterversorgung“ in der Gemeinde Geeste.

Eine zusätzliche Medizinerin

Die aktuellen Räumlichkeiten der Zweigstelle in der Ketteler Straße genügten aber den Anforderungen an die medizinische Versorgung vor Ort nicht mehr: „Für eine ausgewogene, moderne Behandlung ist der alte Standort nicht mehr ausreichend“, sagte Ludger Stauff von der Gemeinschaftspraxis Holthausen - Biene. Wegen steigender Patientenzahlen werde die Praxis zudem um eine Medizinerin erweitert, wodurch zusätzlicher Platz erforderlich wurde. Nach Schätzungen von Stauff dürfte die Gesamtsumme für das Bauprojekt bei einen Betrag knapp jenseits der Millionengrenze liegen. Weiterlesen: Ein Königreich für einen jungen Landarzt

Sicherung der medizinischen Grundversorgung

Erste Planungen für einen Neubau gab es ab 2014. Nachdem durch die Gemeinde Geeste und mit Unterstützung ein unbebautes Grundstück im Dalumer Zentrum bereitgestellt wurde und sich mehrere Investoren fanden, begannen die Bauarbeiten Anfang 2016. Das nun erfolgte Richtfest sei „ein guter Tag für die Gemeinde“, sagte Geestes Bürgermeister Helmut Höke in einer kurzen Ansprache. Das Ärztezentrum in Dalum trage zur Sicherung der medizinischen Grundversorgung in der gesamten Gemeinde bei. Angesichts des drohenden Ärztemangels sei die Einrichtung eines modernen Behandlungszentrums ein wichtiges Signal für die Zukunft.

Zentrumscharakter wird unterstrichen

Das äußere Erscheinungsbild des künftigen Ärztezentrums ist mittlerweile gut erkennbar: Ein moderner Baukörper mit rotem Dach und roter Verblendung entsteht, der sich nach Ansicht der am Projekt beteiligten Partner reibungslos ins Ortsensemble einfügen werde. „Mit dem Neubau wird auch der Zentrumscharakter des Ortskerns unterstrichen“, betonte Höke. Der Neubau könne zudem als Impulsgeber für weitere Maßnahmen im Ortskern fungieren.

Vermarktung der Penthouse-Wohnungen angelaufen

Nach dem Richtfest beginnen die Arbeiten im Inneren des Gebäudes. Auf die allgemeinmedizinsche Praxis entfallen dort insgesamt 320 Quadramtmeter. Die Kinderarztpraxis, die von der bisher in Osterbrock praktizierenden Christiane Feller geleitet wird, enthält 160 Quadratmeter. Im Dachgeschoss entstehen zudem auf 175 Quadratmeter drei moderne Penthouse-Wohnungen, die vom Bauunternehmen Többen direkt vermarktet werden. Nach Auskunft von Unternehmensleiter Heiner Többen seien zwei der drei Wohnungen aktuell bereits vergeben.