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Rebenversteigerung in Meppen Krebsfonds Ludmillenstift erhält 12.300 Euro

Von Heiner Harnack, Heiner Harnack | 14.06.2016, 21:34 Uhr

Mit einer Rekordsumme ist die Versteigerung der 50 Reben beendet worden, die auf dem kleinen Weinberg „Forster Eichberg zu Meppen“ vom Weinhaus Hülsmann angebaut werden. Genau 12.300 Euro hatte Auktionator Oliver Schulte eingefahren. Das Geld geht an den Krebsfonds des Krankenhauses Ludmillenstift und das dortige Projekt „Sonnenbrücke“.

Begeisterung herrschte in den späten Abendstunden, als nach mehrmaligem Nachzählen die Rekordsumme verkündet werden konnte: 11.875 Euro waren durch die Versteigerung, die Oliver Schulte in absoluter Höchstform absolvierte, von den rund 150 Gästen am Weinhaus Hülsmann zusammen gekommen. Schulte zeigte sich selbst spendabel und steuerte die fehlenden 125 Euro bei, um die große runde Summe am Ende verkünden zu können.

Hinzu kamen 300 Euro, die der benachbarte Edeka-Markt schon vorab gespendet hatte. Martin Hülsmann hatte im Vorfeld seinen Mitarbeitern dafür gedankt, dass sie an der Esterfelder Stiege für einen prächtigen Abend gesorgt hatten. Das musikalische Rahmenprogramm steuerte „Haus- und Hofbarde“ Hyco Fänger bei. Seine Musikmischung kam bei den Gästen gut an und passte zum Abend mit eher leisen Tönen. Besonderes Lob ging vom Inhaber des Weinhauses an seine Mitarbeiterin Maike Winsche, die dem Unternehmen bereits seit zehn Jahren die Treue halte. Für Verpflegung sorgten Mitarbeiter des Hotels von Euch, die Produkte aus der Region feilboten.

Hilfe in finanzieller Not

Annelene Ewers, Vorsitzende des Krebsfonds , erklärte kurz die Ziele der Einrichtung. „Viele Menschen geraten durch ihre Krebserkrankung auch in finanzielle Probleme“, berichtete sie. Mit dem Fonds könne man kurzfristig und unbürokratisch schnell helfen. „Es ist von einem Tag auf den anderen nichts mehr so, wie es einst war“, machte Ewers deutlich, wie schnell das Unfassbare eintreten könne. Eltern hätten auch große Probleme, den neuen Sachverhalt ihren Kindern zu erklären, da sie glaubten, es sei der beste Schutz für diese, nichts zu sagen. „Kinder haben aber ganz feine Antennen und spüren, dass da etwas Schlimmes in der Luft liegt“, sagte Meppens stellvertretende Bürgermeisterin.

Hilfe für Kinder

Mit dem Projekt „Sonnenbrücke“ betreue man Kinder krebserkrankter Eltern oder Geschwister psychologisch, klärte Ewers über die Aufgabe des Projekts auf. „Die Kinder lernen auch, dass die Begleiterscheinungen einer Chemotherapie zum Heilungsprozess des Erkrankten dazu gehören“, erzählte die Vorsitzende. „Das Geld benötigen wir, um die Therapiestunden zu bezahlen und den Familien etwas Gutes zu tun“, brachte Ewers es auf einen ganz einfachen Nenner.

Oliver Schulte nahm die Vorlage auf und brannte ein Feuerwerk seines schauspielerischen Könnens ab und im Zusammenwirken von Information, Kunst, Spontanität und Freude an gutem Essen und Trinken konnte ein Rekorderlös erzielt werden.