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Präsidentin besucht Meppen Geografische Alleinlage des Kirchenkreises Emsland

03.07.2014, 19:15 Uhr

kim Meppen. Um sich einen Eindruck vom westlichsten Gebiet der evangelisch-lutherischen Landeskirche zu verschaffen, hat die Landeskirchenamtspräsidentin Stephanie Springer dem evangelisch-lutherischen Kirchenkreis Emsland-Bentheim einen Kurzbesuch abgestattet. Im Kirchenkreisamt Meppen ging es um die Ausnahmesituation des Kreises.

Wegen Sparmaßnahmen hatte die evangelisch-lutherische Landeskirche die Kirchenverwaltung verschlankt, weshalb das Kirchenkreisamt Meppen mittlerweile das kleinste der Landeskirche ist. Die „geografische Alleinlage“ mache es jedoch laut Springer unmöglich, dass der Kirchenkreis Emsland-Bentheim einer größeren Einheit angeschlossen werden könne. Daniel Aldag, kommissarischer Leiter des Kirchenkreisamts Meppen, fügte erläuternd hinzu: „Nächste Partner zum Fusionieren wären Osnabrück und Leer.“

Dies stelle laut Springer eine Herausforderung dar: „Was andere Ämter auf viele Schultern verteilen, muss hier von weniger Mitarbeitern geleistet werden - das moderne Verwalten ist auch an der Kirche nicht vorbeigegangen.“

Nach ihrem Besuch des Klosters in Frenswegen, dem Evangelischen Gymnasium Nordhorn und dem Moormuseum in Groß Hesepe, in dem die Situation der Vertriebenen aus dem Osten als Folge des Zweiten Weltkriegs und deren Versorgung mit Notkirchen von der Landeskirche dargestellt wird, wies die Juristin auf die Vorbildfunktion des Kirchenkreises Emsland-Bentheim für die Gemeinschaft der Lutheraner hin. „Der Kirchenkreis zeigt, wie gut Ökumene vor Ort funktioniert durch das alltägliche Miteinander“, sagte Springer und führte die doppelte Diasporasituation der hiesigen Lutheraner durch den großen Anteil an Katholiken und Evangelisch-Reformierten an.

Über Tellerrand schauen

„Ich finde es sehr beeindruckend zu sehen, wie sich unsere Kirche hier teilweise anpasst, es teilweise zum lebhaften Miteinander kommt – wie wir über den konfessionellen Tellerrand schauen.“

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