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Nur 40 Prozent sammeln Bioabfall Restmülltonne im Emsland wird ab 2016 teurer

Von Hermann-Josef Mammes | 06.10.2015, 12:33 Uhr

Einstimmig hat der Kreistag in Meppen den höheren Müllgebühren für das Emsland ab 2016 zugestimmt. Die neuen Tarife gelten bis 2018.

Dezernent Dirk Kopmeyer stellte die wichtigsten Punkte vor. So erhöhen sich die Kosten für die Restmülltonne je nach Größe um 7,7 bis 14,2 Prozent. Um die Akzeptanz für die Biotonne zu erhöhen sinken die Kosten für den braunen Müllbehälter um 24,5 Prozent. Da bislang nur 40 Prozent der Haushalte die Biotonne nutzen, will der Landkreis mit dieser Maßnahme die „Biotonne pushen“.

Mehr Biomasse

Für die CDU-Kreistagsfraktion sagte Heinz Cloppenburg: „Nach zehn Jahren konstanter Gebühren müssen wir mal in den sauren Apfel beißen.“ Nach seiner Einschätzung sind die Bürger im Emsland mit dem System und Service gut zufrieden. Cloppenburg appellierte ebenfalls an die Bürger, mehr Biomasse abzuliefern.

Bernhard Bendick (SPD) monierte im Kreistag gleichwohl, dass von der Erhöhung gerade Single-Haushalte ohne Gartenabfällen besonders „bestraft“ werden.

Abfälle vermeiden

Michael Fuest (Bündnis 90/Die Grünen) lobte die ausgedehnte Wertstofftrennung auf den Recyclinghöfen. Gleichwohl müsse es das wichtigste Ziel sein, Abfälle zu vermeiden.

Für die UWG-Fraktion wies Günther Pletz darauf hin, dass die Gebührenerhöhung schon 2014 anstand. Bereits damals hatte der Gebührenhaushalt für Abfall ein Defizit von 500000 Euro.