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NOZ ehrt treue Zustellerin Agnes Führs stellt seit 25 Jahren in Meppen Zeitungen zu

10.12.2015, 18:20 Uhr

Es ist vier Uhr morgens. Bei Agnes Führs klingelt der Wecker, denn sie muss das Dorf mit der Meppener Tagespost versorgen. Drei Stunden lang verteilt sie in Meppen-Teglingen in der Dunkelheit die Zeitungen. Seit 25 Jahren macht sie das hauptberuflich.

Für ihre jahrelange Tätigkeit als Zeitungszustellerin ehrten sie Frank Jansen und Daniela Litzen des NOZ Medienvertrieb Emsland jetzt bei einer kleinen Feier.

Egal, ob es warm oder kalt, windig oder windstill ist, ob es regnet oder schneit, Agnes Führs steht jeden Morgen auf und verteilt eifrig die Zeitungen. Viele Menschen unterschätzten diese Tätigkeit und würdigten dies nicht ausreichend, berichtet sie, denn auch wenn sie sich stets Mühe gebe und immer Spaß an ihrem Job hatte, gibt es hin und wieder Beschwerden. Zum Beispiel, wenn es morgens mal ein wenig später wird mit der Zustellung. Oft gebe es aber auch Lob für ihre Zuverlässigkeit, berichtet die Teglingerin.

Sie mag die Dunkelheit

Agnes Führs verteilt nicht nur die Meppener Tagespost, sondern auch den EL-Kurier. Sie liebt diese Arbeit: Sie mag die Dunkelheit, das Zwitschern der Vögel im Sommer, die Sonnenaufgänge und die frische Luft. Natürlich kann sie die ein oder andere Anekdote aus 25 Jahren Zustellertätigkeit erzählen. Vom liegengebliebenen Auto im Winter, das mit Automatten aus dem Schlamm gezogen werden konnte, von diversen Hundebissen samt zerstörten Hosen, vom Einfangen von Pferden als Unterstützung der Polizei, bis hin zu einem sehr tollen Brief für die Zustellerin zu Weihnachten: Es sind die kleinen Sachen, die einen als Zusteller in solchen Situationen bewegen und weiter motivieren, seinen Job möglicherweise noch mehr zu verbessern, erklärt Agnes Führs.

Frank Jansen von der NOZ betonte, dass es etwas ganz Besonderes sei, 25 Jahre lang Zustellerin zu sein. Er traue Agnes Führs ohne weiteres zu, den Beruf weitere 25 Jahre auszuüben.

Zunächst Urlaubsvertretung

An die Anfänge im Jahr 1990 erinnert sie sich noch sehr genau. Zunächst half sie als Urlaubsvertretung aus. „In dieser Woche wurde Deutschland Fußball-Weltmeister in Italien. Die Leute freuten sich auf die Zeitung und rissen sie mir morgens regelrecht aus der Hand, weil sie die aktuellen Ereignisse unbedingt lesen wollten“, erinnert sie sich. Dies war ein sehr prägendes Ereignis für sie, erzählt Agnes Führs.

Heute, nach 25 Jahren Zeitungen zustellen, kennen die Teglinger ihre Botin. Manchmal, berichtet Agnes Führs, rufen Teglinger bei ihr an um ihr zu sagen, dass sie wegen des Hochwassers oder Schneetreibens nicht kommen brauche, zum Beispiel, weil ihr Hof und der Briefkasten zu weit von der Straße entfernt seien und nur schwer zu erreichen wären. Für diese Erleichterung bei derartigen Wetterlagen ist die Zustellerin sehr dankbar.

Mit einem Präsentkorb, einem Blumenstrauß und einer Urkunde bedankten sich Frank Jansen, Daniela Litzen und Ludger Ruten bei Agnes Führs und betonten, dass diese Geschenke nichts seien im Vergleich zur Arbeit, die sie seit 25 Jahren ausübt.