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Neuer Kooperationsvertrag „Unser Kapital im Emsland ist die Bildung“

Von Hermann-Josef Mammes | 03.02.2016, 17:18 Uhr

Niedersachsens Kultusministerin Frauke Heiligenstadt und Emslands Landrat Reinhard Winter haben am Mittwoch in Meppen einen Kooperationsvertrag unterzeichnet. Sie erneuerten damit ihre enge Zusammenarbeit beim Projekt „Bildungsregion Emsland“.

„Die Bildungsregion Emsland wurde 2005 gegründet und ist damit die älteste Bildungsregion Niedersachsens“, sagte Winter während eines Festaktes im Kreishaus. Ministerin Heiligenstadt ergänzte: „Das Emsland hat hier Pionierarbeit geleistet.“ Der Schul- und Bildungsverbund besitze Vorbildcharakter für andere Regionen.

Bei der Bildungsregion Emsland hält ein Koordinator im Meppener Kreishaus die Zügel zusammen. Studienrat Jörg Vollbrecht vom Gymnasium Papenburg füllt diese Aufgabe seit September 2015 für die nächsten drei Jahre aus. Unterstützung erhält er im Rahmen eines 450 Euro-Jobs vom pensionierten Schulleiter Günter Fiening aus Emsbüren.

Die Finanzierung der Koordinatorenstelle übernimmt das Land Niedersachsen. Heiligenstadt sagte vorerst nur eine sichere Finanzierung für ein Jahr zu, danach sei aber zumindest eine Halbtagsstelle finanziell durch Landesmittel gesichert.

Netzwerke ausbauen

In der emsländischen Bildungsregion engagieren sich 162 der insgesamt 173 Schulen sowie 123 der 139 Kindertagesstätten. Hinzu kommen zahlreiche Verbände und Organisationen. Winter hofft, dass sich in den nächsten Jahren weitere Akteure anschließen „und wir die Netzwerke ausbauen und verstärken“ können.

In 14 emsländischen Schulverbünden vernetzen sich die Bildungseinrichtungen dann wiederum untereinander. In der Bildungslandschaft Obenende in Papenburg kooperieren Kitas, Schulen und Einrichtungen der Erwachsenenbildung und Jugendhilfe. Neue Schulverbünde entstehen in Twist, Geeste und Emsbüren.

Der Landrat sieht das Emsland auf dem richtigen Weg. Ein Beleg seien die überdurchschnittlich guten Ergebnisse im Landesvergleich bei den Schulinspektionen. „Unser Kapital im Emsland ist die Bildung“, so Winter.

Millionen für Sprachförderung

„Niemand soll auf dem Bildungsweg verloren gehen“, unterstrich die Ministerin. Deshalb sei die bestmögliche Förderung von der Krippe bis zur Werkbank für Kinder und Jugendliche wichtig. Mit Blick auf die Flüchtlinge lobte sie gelebte Integration und Willkommenskultur in den Kindertagesstätten und Schulen. Das Land werde seine Gelder für die Sprachförderung in den Kindertagesstätten von sechs auf zwölf Millionen Euro im Jahr verdoppeln.