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Neubau des Jugendzentrums Jury kürt Architekten in Meppen

Von Ina Wemhöner | 03.06.2015, 21:00 Uhr

Über 400 Bewerbungen sind beim Architektenwettbewerb zum Neubau des Jugendzentrums An der Bleiche in Meppen eingereicht worden. Insgesamt 16 Architektenbüros wählte das Preisgericht in die engere Wahl. Schlussendlich überzeugte das runde Modell des Büros Leupold Brown Goldbach aus München.

Bürgermeister Helmut Knurbein überreichte nun die Siegesurkunde an Architekt Leupold Goldbach. Zudem gibt es eine Siegesprämie von 7000 Euro. Der Münchener erzählte bei der Preisübergabe, wie der Entwurf zustande kam und was die Besonderheiten sind .

„Die Idee eines runden Gebäudes kam uns schon in der ersten Planungswoche, wobei fünf Wochen eigentlich eingeplant waren. Uns blieb daher viel Zeit, das Modell zu verfeinern“, so Goldbach. Besonders die Umgebung und der Standort des Jugendzentrums hätten großen Einfluss auf das Modell gehabt. „Wenn man in die Stadt hineinfährt, wird das Gebäude sofort zu sehen sein. Daher war uns im Team wichtig, es möglichst offen mit vielen Fenstern zu gestalten“, erzählt der 40-Jährige. Das Architektenteam bestand aus sieben Mitarbeitern, darunter auch viele junge Kollegen, die ihre Ideen beisteuerten.

Wert legten die Planer auch auf große offene Räume und fließende Bereiche sowie eine breite Terrasse mit Blick auf das Baumdenkmal, das für die Wiedervereinigung Deutschlands steht. Das Modell mit seiner modernen Form soll auch ein Kontrast zur Altstadt Meppens sein. „Die Jugendlichen können von überallher kommen, und das runde Objekt soll ein Schutzraum für die jungen Erwachsenen sein“, so der Architekt.

Die teilnehmenden Architektenbüros hatten unter anderem eine Budgetvorgabe von etwa 1,4 Millionen Euro. „Wir werden uns in dem Rahmen auch bewegen“, so Goldbach, der auch offen für Änderungswünsche der Stadt Meppen sei.