Ein Artikel der Redaktion

Gemeinsames Konzert mit Chor Vanema Besuch aus Lettland bei Meppener Vocalensemble

Von PM. | 10.07.2019, 12:31 Uhr

„Laipni Gaiditi --- Herzlich willkommen, Vanema“: Mit diesen Worten hat eine Abordnung des Meppener Vocalensembles die 31 lettischen Chorsängerinnen und -sänger aus Tukums bei Riga begrüßt, die nach einer langen Busreise müde, aber gut gelaunt an ihrer Unterkunft im Emsland eintrafen.

Das musikalische Treffen war auf eine Initiative des aus den eigenen Reihen kommenden lettischen Mitsängers Ziodonis Stutins initiiert und von beiden Chören lange vorbereitet worden. Alle freuten sich auf fünf gemeinsame Tage, an denen das Singen natürlich im Mittelpunkt stehen sollte.

Nach einem gemeinsamen Essen mit dem Chor Vanema bedankte sich dieser spontan musikalisch. A capella erklang in der Unterkunft ein Chorgesang, der erahnen ließ, welcher Kunstgenuss in den Folgetagen zu erwarten sein würde.

Begrüßung durch den Bürgermeister

Am nächsten Tag stand morgens direkt ein Treffen beim Meppener Bürgermeister Helmut Knurbein an. Dieser hieß den Chor ebenfalls herzlich willkommen und äußerte große Freude darüber, dass es gelungen war, diesen über die lettischen Grenzen hinaus bekannten Chor in Meppen begrüßen zu dürfen. Darüber hinaus hoffe er, dass aus diesem ersten Treffen vielleicht eine langjährige Freundschaft erwachsen könne.

Eine gemeinsame Probe mit dem Meppener Vocalensemble diente zur Vorbereitung des Konzerts in der Propsteikirche - unter dem Motto "Meppener Vocalensemble meets Vanema" ein musikalischer Höhepunkt des Aufenthalts. Zu Beginn präsentierte sich das Meppener Vocalensemble unter der Leitung von Jason Weaver als Gastgeber mit zwei Stücken.

Durch die beeindruckende Akustik in der Kirche, die deutliche Verstärkung der Stimmen innerhalb des vergangenen Jahres und vor allem durch das Dirigat ihres Chorleiters gelang dem Vocalensemble mit „Never Enough“ aus "The Greatest Showman" und „Thank You For The Music“ von Abba ein gelungener Einstieg in das Konzert. Es folgten zwei gemeinsame Stücke, die jeder Chor für sich eingeübt hatte. Ein gewaltiger Chor von nahezu 90 Stimmen ließ die Stücke „My Song“ von Eriks Esenvalds und „What a Wonderful World“, in einem Arrangement von Mark A. Brymer, in einer gesanglichen Einheit erklingen.

Überraschung auf Lettisch

Im Anschluss sollte eigentlich der Wechsel zum Auftritt des Chores Vanema stattfinden, doch dieser verzögerte sich, denn das Meppener Vocalensemble hatte mithilfe ihres Mitsängers Ziodonis ein lettisches Lied eingeübt und ließ es für die völlig überraschten Gäste aus Lettland als Abschluss ihres Auftritts schwungvoll erklingen. Diese Überraschung schlug einige Takte später direkt in Begeisterung um und veranlasste den Chor Vanema, mit einzustimmen. Spätestens jetzt war die musikalische Freundschaft zwischen den beiden Chören in der ganzen Kirche deutlich spürbar.

Als das Vocalensemble sich kurz darauf in die Zuhörerreihen begeben wollte, wurde es seinerseits überrascht, denn nun erklang ein Lied aus ihrem eigenen Repertoire „Tanzen und Springen“ von Hans Leo Haßler, welches von dem Chor Vanema in einem klaren A-capella-Gesang vorgetragen wurde. In der kommenden Dreiviertelstunde folgte ein Auftritt des Chors Vanema. Viele Chorsätze wurden a capella vorgetragen, wobei das Repertoire von kirchlichen Stücken über lettische Volksstücke bis zu spirituell klingenden Werken reichte. Nach dem letzten Ton bedankte sich das Publikum mit stehenden Ovationen und mit einer großzügigen Spende für den Chor aus Lettland.

Abschluss mit Saturday Night Fever

Am folgenden Abend fand in der Papenburger Antoniuskirche ein weiteres Konzert statt, diesmal ohne die Beteiligung des Meppener Vocalensembles.

Mit einer Führung durch die Meppener Innenstadt und einem gemeinsamen Besuch der Premiere von „Saturday Night Fever“ auf der Freilichtbühne kam der sechstägige Besuch des Chors Vanema zum Ende. Den Abend und das tolle Stück genossen alle Sängerinnen und Sänger, denn auch hier konnte wieder festgestellt werden, dass durch die Musik Brücken gebaut werden und es deshalb kaum Verständigungsprobleme gab.