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23-Jähriger Start-up des Jahres Meppener Gründer Moritz Otten verkauft weltweit seine Shishas

Von Mascha Abeln | 01.06.2021, 18:33 Uhr

Aus der Halle seiner Großeltern im Meppener Ortsteil Versen verschickt Moritz Otten mit Hilfe seiner derzeit zehn Mitarbeiter inzwischen rund 5.500 selbst designte Shishas im Monat in die ganze Welt.

Gefüllt sind die Pakete, die nach Deutschland, aber unter anderem auch nach Kanada, Spanien, in die USA und nach Hong Kong gehen, mit Wasserpfeifen, die der studierte Wirtschaftsingenieur selbst entwirft.

Angefangen hatte alles mit einem Hobby und der Möglichkeit, sich neben dem Studium etwas dazuzuverdienen. Aus Interesse hatte sich der heute 23-jährige in CAD-Software eingearbeitet und seine ersten Entwürfe für Shishas erstellt, die ihm ein Hersteller abnahm.

Zum Start-up des Jahres gewählt

Der Deal: an jeder verkauften Wasserpfeife sollte der Student mitverdienen. Doch man haute ihn übers Ohr, verkaufte mehr, als man ihm mitteilte. Davon angetrieben wagte Otten den Schritt in die Selbstständigkeit – und war erfolgreich. Schon auf der Shisha-Messe 2019 wurde die MOZE GmbH zum Start-Up des Jahres gekürt und heute verkauft Otten seine Pfeifen weltweit, zählt fast 80.000 Abonnenten bei Instagram und sucht weitere Mitarbeiter für den Versand sowie den Kundenservice und das Marketing.

Immer neue Modelle

Mit jedem neuen Modell wuchs die Kundschaft wie von selbst, wie der Gründer erklärt: “MOZE ist inzwischen unter den Top-Drei-Shisha-Marken in Deutschland.” An einer aggressiven Werbestrategie liegt das nicht: Zwar beauftrage der Versener hier und da Influencer auf Instagram, für ihn zu werben, aber ansonsten laufe das meiste über Empfehlungen.

Nachahmer kopieren das Versener Design

Das besondere am MOZE-Design sind die bunten Farben und spezielle Materialien der Rauchsäulen. Aber auch die individuell auswählbaren Gläser, die von schlicht bis detailverliebt-handgemacht variierbar sind, sucht man bei anderen Anbietern vergeblich: “Anfangs waren meine Shishas die einzigen mit diesem Design. Inzwischen gibt es Nachahmer, aber wir kommen trotzdem kaum mit der Produktion hinterher.” Wenn es eine neue Lieferung gibt, die die Scheune hinter dem Haus seiner Großeltern ausfüllt, dann sind die Modelle innerhalb von Minuten ausverkauft. Darum befindet sich eine neue, 800 Quadratmeter große Halle im Industriegebiet in Meppen Nödike in Planung, an die auch großzügige Büroräume angeschlossen sein werden.