Ein Artikel der Redaktion

Meppen „Die Lage ist perfekt“

27.07.2009, 22:00 Uhr

„Lange im Bett liegen, den Urlaub genießen und, wenn das Wetter mitspielt, auch gerne eine Fahrradtour an der Ems entlang. Zwischendurch irgendwo schick essen, danach gemütlich mit den Campern zusammensitzen.“ Darunter verstehen der Kfz-Mechaniker Manfred Uphoff und seine Lebensgefährtin Herta Jansen einen gemütlicher Urlaub in Meppen auf dem Campingplatz.

Uphoff ist seit 25 Jahren Camper mit Leib und Seele. Wohnsitz der beiden Urlauber ist Aachen, aber jedes Jahr treibt es die beiden wieder auf einen Campingplatz. Egal, ob in Europa oder Deutschland, ein gemütliches Plätzchen haben die beiden bis jetzt immer gefunden. „Die Kurztrips unternehmen wir meistens im Sommer in Deutschland. Im Winter werden Ziele wie Schottland, Norwegen und Spanien angesteuert.“

Die Hauptsaison des Campings ist von Anfang April bis Ende September. In dieser Zeit haben die beiden schon Campingplätze in ganz Deutschland besucht, aber der in Meppen sei etwas Besonderes. „Die Lage ist perfekt, man ist in zwei Minuten in der Innenstadt, die Menschen sind alle nett und freundlich, und die Sanitäranlagen sind gut ausgerüstet – es macht einfach Spaß. Wir sind jetzt zum zweiten Mal hier, bleiben noch bis Sonntag und freuen uns über den schönen Platz.“

Beim Frisbeespielen, Angeln und Grillen treffen am Abend die meisten Camper zusammen. Da werden Wohnwagen zusammengestellt, Musik angeschlossen und gefeiert. Manfred Uphoff hat durch das Campen in ganz Deutschland „Freunde fürs Leben“ gefunden. Genauso wie Leni und Werner Hoh. Die beiden Rentner kommen seit 20 Jahren nach Meppen. Sogar ihre Tochter hat hier einen Stehplatz, ein kleines „Familienunternehmen“ also. Das Ehepaar hat hier seine Sommerresidenz von April bis September, die sie mit ihren Freunden Paul und Gerda Brendgen aus dem Kreis Viersen genießen. „Wir sind jetzt das elfte Jahr hier, und das alle 14 Tage. Der Campingplatz ist toll, wir erleben hier Natur pur, und jeder hilft dem anderen, wenn es nötig ist“, berichtet Gerda Brendgen mit einem Lächeln im Gesicht.

Die beiden Paare fahren für ihr Leben gern an der Ems entlang oder gehen mit ihren beiden Hunden „Tara“ und „Tina“ spazieren. „Es ist einfach wunderschön, an der Ems entlangzufahren und das alles hier auf sich wirken zu lassen. Wir sind aber nicht mehr die Jüngsten, da reichen zwei Sitzbänke nicht aus. Das ist mein einziger Kritikpunkt an Meppen“, erklärt Frau Hoh. Natürlich kann aber auch dies die beiden Paare nicht abschrecken. Sie besuchen sich auch im Winter, damit der Kontakt nicht abbreche und die Freundschaft wachsen könne.

Wachsen soll auch das große Hobby von Leni Hoh. Ihre Pracht an Blumen ist der Hingucker überhaupt auf dem Platz. „Ich bin sehr froh darüber, meine Blumen hier hegen und pflegen zu dürfen. Sie blühen hier viel intensiver als bei uns zu Hause in Recklinghausen.“ Schwärmerisch erzählen die beiden Frauen von dem nächtlichen Blick in den Himmel. „In der Stadt ist so etwas sehr selten, hier kann man sogar bei Sturm und Regen alles beobachten“, so Leni Hoh.

Wenn das Wetter nicht mitspielt, schlafen die vier erst mal richtig aus, lesen sehr viel, gehen mit den Hunden raus und gucken Fernsehen. Man habe ja die passende Kleidung für jedes Wetter dabei. Allerdings gehen die Paare bei starker Hitze erst sehr spät aus ihrem Campingwagen, der Abend sei ja lang genug, sagt Gerda Brendgen. „Und wir haben schließlich noch einige Abende vor uns.“