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Meppen: 150 Schüler begeistern Harener Zeitreise durch die Musikgeschichte

07.07.2014, 13:30 Uhr

Die Tanzschule Tanzbogen aus Haren hat das Publikum in der Aula des Windthorst Gymnasiums in Meppen durch die Tanz- und Musikgeschichte von der Steinzeit bis in die Zukunft geführt. 150 Tanzschüler aller Altersgruppen präsentierten ein abwechslungsreiches Programm.

Mithilfe einer Zeitmaschine, die als Kulisse diente, wurden die Zuschauer in die Steinzeit versetzt. Mit dem „Cup Song“ und Stepptanz eröffneten Tänzer die Veranstaltung. Von der Steinzeit ging es weiter auf einen mittelalterlichen Markt und eine Burg, anschließend an einen barocken Hof, wo Ballett getanzt wurde. Auf die Renaissance folgte ein Zeitsprung in die 1920er Jahre mit viel Charme und Hüftschwung. Auch der Tanzstock durfte nicht fehlen. In den 1950er und 1960er Jahren wurde es dann knallig bunt mit dem Twist im gepunkteten Petticoat.

Nach der Pause ging es weiter mit gesteppter Flower Power und „Y.M.C.A.“. Hip-Hop war die vorherrschende Stilrichtung für die 1990er Jahre. Ein Höhepunkt der Aufführung war der Auftritt der Lollipops, die zu ihrem Gründungsjahr 2001 einen selbst choreografierten Tanz präsentierten. Mit dem Video Clip-Dance kehrte das Publikum in die Gegenwart zurück. Zum Abschluss wagte der Tanzbogen noch einen Blick in die Zukunft, denn die Tanzkultur werde schließlich nicht im Jahr 2014 enden. Was den Tanzbogen angeht, so seien weitere Aufführungen und Wettbewerbsteilnahmen bereits in Planung.

Besonders stolz war Tanzpädagogin und Leiterin Elena Dadaschjanz auf ihre Gruppe Lollipops, die vor 13 Jahren als erste Showgruppe der Tanzschule gegründet worden war. Sie waren zu dieser Aufführung extra noch einmal zusammengekommen, obwohl die Mitglieder inzwischen unterschiedliche Wege eingeschlagen haben.

„Diese Ausstrahlung, Power, Leidenschaft, ich habe alles in diese Gruppe gesteckt“, sagte sie. Daran könne man erkennen, dass sich die harte Arbeit und der Drill in den Proben bezahlt machen.

Dadaschjanz dankte den Eltern für ihre Unterstützung trotz des Stresses, den eine solche Aufführung für alle Beteiligten bedeute, sowie dem Team der Dozenten, die mit ihrer Kreativität einen großen Beitrag geleistet hätten. Nur ungern verabschiedete sie Mascha-Lena Wessels und Gesa Schepers, die seit vielen Jahren im Tanzbogen aktiv sind und Gruppen leiten.

Aufwendige bunte Kostüme sowie gut getimte Licht- und Tontechnik sorgten für die passende Atmosphäre zu den einzelnen Etappen der „Tanzzeitreise“. Konzentration und Präzision der Tänzer zeugten von der harten Arbeit, die während der Proben investiert wurde.

Sympathisch war bei allem Perfektionismus der Verantwortlichen Dadaschjanz ein kleiner Aussetzer in der Tontechnik, von dem sich die erfahrenen Tänzerinnen jedoch nicht beirren ließen und ihre Choreografie einfach ein zweites Mal präsentierten. Der sehr positive Gesamteindruck ließ sich dadurch aber keineswegs mindern. Auch das Publikum, darunter zahlreiche Familienangehörige, war sichtlich beeindruckt. Eine Schülerin brachte es auf den Punkt: „Elena, deine Aufführungen sind immer schön!“

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