Ein Artikel der Redaktion

Mehr Polizeipräsenz gefordert Meppen: Vielen ist eine Sperrstunde um 5 Uhr noch zu spät

Von Carola Alge | 09.05.2013, 13:00 Uhr

Sollen in Meppen ab 5 Uhr künftig alle Schank- und Speisewirtschaften zu machen müssen? Mehr als zwei Drittel der User der Online-Seite der Meppener Tagespost finden: ja. Mehr noch. Sie halten 5 Uhr sogar für zu spät. Das ist der derzeitige Stand einer Umfrage unserer Zeitung .

Wie berichtet, hat die Stadt Meppen Pläne, dass alle Diskotheken und Kneipen ab 5 Uhr ihre Türen schließen müssen. Bisher gibt es in der Kreisstadt keine Sperrzeit.

Auch auf der Facebook-Seite der Meppener Tagespost wird das Thema eifrig diskutiert. Hier ist die Meinung der User durchaus geteilt. Einige halten 5 Uhr ebenfalls für zu spät, andere fordern mehr Polizeipräsenz statt einer solchen Regelung, um Ausschreitungen nach Kneipenbesuch und Alkoholgenuss vorzubeugen. Christian Ko zum Beispiel findet, dass es zu Stress, Schlägereien und Körperverletzungen bei einer solchen Maßnahme erst recht kommen werde, „wenn sich ‚alle‘ auf Schlag draußen gegenüberstehen.“ Polizeikontrollen vor 5 Uhr dagegen sollte man einführen.

Gerhard Sulmann vertritt die Ansicht, wer bis 5 Uhr nicht voll sei, schaffe es auch bis 10 Uhr nicht. Steffi Kleene denkt an die Personen, die in der Gastronomie arbeiten. Auch DJs und Kellner müssten schließlich mal Feierabend haben.

Merle Sandbrink findet eine solche Sperrstunde gerechtfertigt. „Es ist nicht die Musik, Bass oder das Licht, was stört, sondern die Besoffenen gegen Morgen. Das Gebrülle sollte unterbunden werden. Ansonsten lasst alle feiern, wenn sie sich benehmen können“, postet sie.

Daniel Drosten sieht die Polizei in Zugzwang: „Die können doch wohl mal jede Stunde eine Runde laufen, um Präsenz zu zeigen. Ich glaube, das würde schon viel helfen.“

In diese Richtung äußerst sich auch Jörn Allerbeck. Mehr Polizeipräsenz wäre sinnvoller. Er habe es schon erlebt, dass man von Beamten abgewiesen werde, „wenn man Gewalttaten melden möchte. Und das, obwohl die Dienststelle so nah am Geschehen ist.“

„Wie, werden dann da die Bürgersteige hochgeklappt?“, fragt hingegen Uwe Grot. „Quatsch“, schreibt Pa Ko. Dann könne er sonntagmorgens nicht mehr um 8 Uhr aus dem ‚Palast‘ stolpern.“

Holgi Verfolgi vermutet hinter den Plänen für eine Sperrstunde einen Zusammenhang zur MEP: „Dank der MEP kriegt Meppen jetzt die Sperrstunde! Oder glaubt Ihr, es ist gern gesehen, wenn Samstagsmorgens das ‚Raus-aus-der-Disse-und-rein-in-die-MEP-Spiel‘ gespielt wird. Es war abzusehen!“

Nico Jaspers ist schlicht und einfach für „100 Prozent für die Sperrstunde.“

Kritik kommt von Frank Hessel: „Am besten schließt man die Kneipen und Discos direkt um Mitternacht. Oder noch eher. Und mangels Besuchern dann bald für immer.“

Das Thema Sperrstunde in Meppen ab Juni beschäftigt den Ausschuss für Klima- und Umweltschutz sowie Sicherheit und Feuerwehr in seiner öffentlichen Sitzung am Montag, 13. Mai, ab 16 Uhr im Ratssaal an der Kirchstraße 3. Das endgültige Votum fällt jedoch der Stadtrat in seiner öffentlichen Sitzung am 23. Mai.