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Märchenhaftes Musical Kurzweilig: „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“

03.12.2015, 10:46 Uhr

Mit einer kurzweiligen und ansprechenden Inszenierung des Familienmusicals „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ hat „a.gon Theater“ aus München in Meppen gastiert.

Die Geschichte dürfte den meisten Zuschauern aus dem gleichnamigen Film , auf dem dieses Musical basiert, bekannt sein: Aschenbrödel (Julia Klemm) lebt auf dem Gut ihres verstorbenen Vaters unter den Fittichen ihrer Stiefmutter (Tanja Maria Froidl). Diese will ihre Tochter (Veronika Hörmann) als Königin sehen. Letztlich wird jedoch Aschenbrödel vom Prinzen (Thorin Kuhn) zur Gemahlin erwählt.

Mit der Musik von Thomas Zaufke und unter Verwendung von Stücken der Original-Filmmusik von Karel Svoboda gelingt dem achtköpfigen Ensemble und dem Musiker-Quartett ein kurzweiliger, amüsanter und zudem unterhaltsamer Märchen-Musicalabend. Gerade in den Solonummern weiß Julia Klemm in der Titelpartie musikalisch zu überzeugen. Ihr gelingt beispielsweise in „Damals“ der Spagat zwischen leisen und lauten Passagen.

Schauspielerisch glänzt in ihrer quirlig-amüsanten Rolle ihre Gegenspielerin Veronika Hörmann. Der organische Ensembleklang in den Chorpassagen rührte insgesamt von sich gut ergänzenden Stimmen her. Perfekt im Timing und Ausdruck agierte außerdem die Band mit Piano (Christian Auer, auch musikalische Leitung), Violine (Christian Bihlmaier), Gitarre (Michael Stark) und Bass (Markus Schlesag). Eine Besetzung, die Zaufkes Musik - mal anrührend, mal heiter - überzeugend darbieten konnte.

Darüber hinaus muss neben der soliden Regie von Stefan Zimmermann auch das optische Erscheinungsbild positiv erwähnt werden (Kostüme und Bühnenbild: Claudia Weinhart).

So konnte „a.gon Theater“ in Meppen eine insgesamt homogene Inszenierung präsentieren, die nicht nur für einen kurzweiligen Theaterabend, sondern auch für eine anspruchsvolle Umsetzung stand. Musical findet eben nicht nur auf den großen Metropolbühnen statt, sondern, wie hier äußerst charmant, auch im kleineren Rahmen. Und das, so war zu sehen, nicht weniger ansprechend.