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Kreis trägt Mehrkosten Elternbeiträge in emsländischen Kitas bleiben stabil

Von Gerd Schade | 22.06.2016, 10:55 Uhr

Jeweils einstimmig hat der emsländische Kreistag eine Erhöhung der Betriebskostenförderung für Kindertagesstätten (Kitas), eine Verlängerung des Projektes zur Sprachförderung in Kitas sowie eine Förderung der Schulsozialarbeit beschlossen.

Davon können Eltern in anderen Landkreisen nur träumen: Die Elternbeiträge für die Betreuung und Förderung von Kindern in Kindertagesstätten bleiben stabil auf einem kreisweit einheitlichen und niedrigen Niveau – und das seit 1997. Daran hat auch der anhaltende Ausbau der Kindertagesstätten mit Krippen, größerem Personalschlüssel und flexiblen Öffnungszeiten nichts geändert.

Damit das auch in Zukunft so bleibt, erhöht der Landkreis seinen Satz für die Förderung der Betriebskosten. Wie Erster Kreisrat Martin Gerenkamp erläuterte, beläuft sich der Gesamtbetrag für den Landkreis auf insgesamt rund 3 Millionen Euro. Gerenkamp wies darauf hin, dass die Erhöhung der Personalkosten auch vom Land mitgetragen wird, das sich prozentual an den Kosten beteilige. Das Bistum Osnabrück als Träger vieler Kitas habe ebenfalls angekündigt, seine Leistungen zu erhöhen. Unterm Strich liegt die Gesamtförderung des Landkreises in den Kitas 2016 bei rund 19,5 Millionen Euro – „ein Rekordwert“, wie Gerenkamp betonte.

Mit 800.000 Euro pro Jahr setzt der Landkreis außerdem seine Sprachförderung in den Kitas fort. Gerenkamp erläuterte, dass dies im Vorgriff auf eine zu erwartende Richtlinie des Kultusministeriums geschehe. Solange diese aber noch nicht verabschiedet sei, sei es wichtig, die Arbeitsverträge mit den Sprachexpertinnen zu verlängern, „damit sie nicht plötzlich in der Luft hängen“, so der Erste Kreisrat.

Ähnlich begründet die Kreisverwaltung auch ihre Fortsetzung der Förderung der Sozialarbeit an den Grund- und Förderschulen für das Schuljahr 2016/17. Hier umfasst das Finanzierungsvolumen 350.000 Euro. Wie Sozialdezernentin Sigrid Kraujuttis ausführte, läuft das kreiseigene Förderprogramm Schulsozialarbeit im Juli 2016 aus. Gleichzeitig sei die Bekanntgabe des Landeskonzepts derzeit nicht in Sicht. Deshalb wolle man auch hier die Schulsozialarbeiter „nicht im Regen stehen lassen“. Kraujuttis stellte aber klar, dass diese Förderung maximal für ein weiteres Schuljahr möglich sei.