Ein Artikel der Redaktion

Kosten von 165000 Euro Meppen baut Büros zur Flüchtlingsunterkunft um

Von Hermann-Josef Mammes | 13.12.2015, 09:08 Uhr

Einstimmig hat der Meppener Stadtrat einer überplanmäßigen Auszahlung zugestimmt. Damit kann die Stadt Meppen jetzt die das frühere Coma-Verwaltungsgebäude in der Marsch anmieten und umbauen.

Wie Stadtkämmerer Josef Schnieders in öffentlicher Sitzung dem Stadtrat mitteilte, sollen in den früheren Büroräumen maximal 65 Flüchtlinge wohnen. Die Kaltmiere für die 837 Quadratmeter Büroflächen beträgt fünf Euro pro Quadratmeter. Der Mietvertrag besitzt eine Laufzeit von fünf Jahren. Damit dort Asylbewerber einziehen können, werde das Gebäude für 165000 Euro umgebaut. Geplant seien unter anderem Duschräume, Küchenanschlüsse und Brandschutzeinrichtungen.

Neue Schiedsperson

Im Rahmen der öffentlichen Sitzung sprach sich der Stadtrat ebenfalls einstimmig für die Neuwahl einer Schiedsperson aus. Die Nachfolge des verstorbenen Karl-Heinz Kamlage tritt Antonia Weiner (Feldkamp 24a) an. Sie engagiert sich unter anderem seit Jahren im Verein „Weißer Ring“ für Opfer von Straftaten und arbeitet in der Rechtsanwaltskanzlei ihres Ehemanns Bernhard Weiner in Meppen.

Defizit beim Parken

Alle Fraktionen sprachen sich zudem für den Wirtschaftsplan 2016 der Stadtwerke Meppen aus. Geschäftsführerin Mechthild Wessels ging auf das Zahlenwerk ein. Bei Einnahmen von 10521570 und Ausgaben von 10647600 bleibe ein Gesamtverlust von 131900 Euro. Ursache des Defizites sei der Bereich Parken. Hier stünden Einnahmen von 2431500 Ausgaben von 2697800 Euro gegenüber. Demgegenüber wollen die Stadtwerke für die Bereiche Wasser (plus 17800 Euro) und Abwasser (plus 134400 Euro) Gewinne einstreichen. Dazu Wessels: „Wir werden die schon jetzt sehr moderaten Wasser- und Abwassergebühren auch im kommenden Jahr nicht anheben.“

Umbau der Kläranlage

2016 stehen bei den Stadtwerken Meppen einige Investitionen an. Für rund 300000 Euro soll das Belüftungssystem in der Kläranlage Meppen optimiert werden. „Wir rechnen hier mit jährlichen Stromkosteneinsparungen von 90000 Euro“, ergänzte die Geschäftsführerin. Das Kanalnetz soll für 550000 Euro ausgebaut werden. Neue Hausanschlüsse seien in Rühle, Versen in den Industriegebieten „Am Stadtforst“ und „Versen Teil II“ geplant.

Der Stellenplan der Stadtwerke mit dem Baubetriebshof werde nicht erhöht. Insgesamt sind hier 90 Mitarbeiter beschäftigt.