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Kommentar „Zukunft Handwerk“ kommt dem Nachwuchs entgegen

Meinung – Tim Gallandi | 19.06.2018, 14:30 Uhr

Mit ihrer Ausbildungsinitiative „Zukunft Handwerk“ werben die Handwerkerschaften im mittleren und südlichen Emsland um Nachwuchskräfte – und scheinen zu wissen, wie die jungen Leute ticken. Ein Kommentar.

Das Uralt-Sprichwort, wonach Handwerk goldenen Boden hat, scheint sich derzeit zu bestätigen – auch im Emsland. Die regionale Wirtschaft brummt, und schon allein vom Bauboom profitieren Maurer, Zimmerer, Dachdecker, Elektroniker, um nur einige zu nennen.

Bloß muss das nicht ewig so bleiben: Es mangelt an Fachkräften, weshalb Handwerkskammer und IHK auf die Euphoriebremse treten. Um das Konjunkturrisiko zu verringern, bedarf es Werbung um Nachwuchs.

Abhilfe schaffen Initiativen wie „Zukunft Handwerk“: Die Handwerkerschaften kommen den potenziellen Azubis entgegen, durch Info an Schulen, durch die Ausbildungsplatzbörse im Netz. Sei es, dass sie Lehrlinge erzählen lassen und damit lebendigere Eindrücke vermitteln als allein mit Flyern und Broschüren. Oder dass sie beim Internet-Auftritt auf dem neuesten Stand bleiben: Er ist nun smartphonetauglich, weil die Zielgruppe meist auf diesem Weg online unterwegs ist, und umfasst eine Seite bei Instagram als momentan angesagtem sozialen Netzwerk.

All das deutet darauf hin, dass die Macher von „Zukunft Handwerk“ wissen, wie die jungen Leute ticken. Und das ist beim Ringen um künftige Fachleute ein klarer Vorteil.