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Jahresabschluss der Stadtwerke Tiefgarage der MEP in Meppen verursacht Verluste

Von Nico Buchholz | 16.07.2014, 16:37 Uhr

Die Tiefgarage, die zur MEP-Einkaufspassage in Meppen gehört, ist nicht ausgelastet und verursacht deswegen Verluste. Das wurde deutlich bei der Vorstellung des Jahresabschlusses 2013 der Stadtwerke im Betriebsausschuss. Ansonsten gebe es bei den Stadtwerken eine „ausgeglichene und sehr solide Finanzlage“, sagte Wirtschaftsprüfer Heinrich Gehring, als er die Zahlen vorstellte.

Die mangelnde Nutzung der Tiefgarage war das vorherrschende Thema im Ausschuss. Für das Jahr 2013 beläuft sich der Verlust durch die Bewirtschaftung auf 85696 Euro unter anteiliger Berücksichtigung der Verlustübernahme durch den Eigentümer in Höhe von 62500 Euro für die ersten siebeneinhalb Monate. Zu der hatte er sich vertraglich verpflichtet.

Richard Dickmann von der Unabhängigen Wählergemeinschaft Meppen sagte, er sei bereits von Bürgern auf die Situation angesprochen worden. „Ich wurde gefragt, ob wir uns dabei über den Tisch haben ziehen lassen.“ Dem widersprach Klaus Steinl (CDU), Vorsitzender des Betriebsausschusses. „Wir haben hier eine sehr schöne Tiefgarage, und wir hoffen, dass die Bürger die MEP noch lieben lernen.“

Mechthild Wessels, Betriebsleiterin der Stadtwerke Meppen, pflichtet ihm bei. „Wir haben uns sehr wohl überlegt, die Tiefgarage in die Bewirtschaftung zu nehmen, um die Stadt attraktiver zu machen.“ Wessels erklärte darüber hinaus, warum das zweite Parkdeck zeitweilig komplett geschlossen ist. „Zu bestimmten Zeiten zeigt sich, dass der Bedarf nicht so groß ist .“ Dies gelte in erster Linie in der Zeit von Montag bis Donnerstag. „Wir können die zweite Parkebene aber bei Bedarf sofort öffnen.“

Richard Dickmann schlug vor, Arbeitnehmern aus der MEP Parkplätze in der zweiten Parkebene zu einem günstigen Preis anzubieten. Mechthild Wessels antwortet: „Wir dürfen zwar Dauerparkplätze vergeben, wir müssen aber jederzeit gewährleisten, dass genügend Parkplätze für die Kurzzeitparker zur Verfügung stehen.“ Die Betriebsleiterin der Stadtwerke hofft für die kommenden Jahre, dass die Tiefgarage besser angenommen werde. „Auch andere Städte haben dementsprechende Erfahrungen gemacht.“

Geprüft wurde der Jahresabschluss durch die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Gehring und Kollegen GmbH aus Lingen. Laut Wirtschaftsprüfer Heinrich Gehring sei es nicht ungewöhnlich, dass „durch Parkeinrichtungen Verluste entstehen“.

Im Lagebericht für das Geschäftsjahr 2013 wird zudem eine Erhöhung der Parkgebühren gefordert. „Vor dem Hintergrund, dass die Parkgebühren für Kurzzeitparker trotz gestiegener Personal- und Sachkosten seit Jahrzehnten nicht angehoben wurden und auch im Vergleich zu anderen Städten sehr niedrig sind, sollten die politischen Gremien eine Erhöhung der Parkgebühren beschließen, um die Defizite zu minimieren“, heißt es in dem von Wessels unterzeichneten Bericht.

Die Verluste, die durch die Bewirtschaftung der MEP-Tiefgarage entstehen, waren jedoch das einzige Sorgenkind, das in der Sitzung angesprochen wurde. Während die Sparte Wasser/Parken einen Jahresfehlbetrag von rund 260000 Euro verzeichnet (Vorjahr 108000 Euro), gibt es bei der Sparte Baubetriebshof mit 30800 Euro einen geringeren Verlust als im Vorjahr (rund 92300 Euro). Die Sparte Stadtentwässerung verzeichnete nach einem Jahresfehlbetrag von rund 108000 Euro im Vorjahr nun einen Überschuss von rund 720000 Euro.

Heinrich Gehring erklärte diesen enormen Unterschied in der Sparte Stadtentwässerung mit einer verminderten Rückstellung für die Klärschlammvererdung. „Wir konnten eine andere Kostenberechnung verwenden, die geringer ausfiel als im Vorjahr.“ Insgesamt belief sich die Bilanzsumme der Stadtwerke Meppen im vergangenen Jahr auf rund 34 Millionen Euro. „Wir verfügen über eine solide Vermögenslage“, erklärte Mechthild Wessels zufrieden.

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