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Sterbebegleitung in Corona-Zeiten Hospiz-Hilfe Meppen in neuen Räumlichkeiten

Von Mascha Abeln | 21.04.2021, 11:28 Uhr

Mehr Platz, um die Pandemie einzudämmen: Im alten Büro der Hospiz-Hilfe Meppen wurde es zu eng, neue Räume mussten her.

Schon vor der Pandemie fehlte es an Rückzugsmöglichkeiten, und so machte man sich mit viel Unterstützung an den Umzug im Jubiläumsjahr: Der 2000 gegründete Verein wollte in diesem Jahr eigentlich seine internationale Volljährigkeit feiern.

Sterbe- und Trauerbegleitung sind auch ohne erhöhte Hygienebedingungen eine Herausforderung. Die aktuell 90 aktiven Ehrenamtlichen durchlaufen deshalb bei der Hospiz-Hilfe in Meppen eine umfassende Vorbereitung. Insgesamt hat der Verein schon mehr als 150 ehrenamtliche Hospizbegleiter und Hospizbegleiterinnen ausgebildet.

Tabuthema Tod

Und nicht nur die Begleitung Sterbender und ihrer Angehörigen sowie Trauernder gehört zu den Aufgaben der Hospizhilfe: Auch die Vermittlung von Wissen ist dem Team ein Anliegen, denn so möchte es das Tabuthema Tod weiter in den Mittelpunkt rücken. Ihr Konzept „Hospiz macht Schule“, das einwöchige Projekte an Grundschulen und in Kindergärten umsetzt, ist dabei ein wichtiges Aushängeschild. Bis 2026 waren die Ehrenamtlichen hierfür verplant und ausgebucht. Aufgrund der Corona-Pandemie liegen die Pläne derzeit auf Eis.

Neue Heimat an der Ecke Ludmillenstraße

Der Umzug in die neuen hellen Räumlichkeiten mit verschiedenen Rückzugsmöglichkeiten im alten Pfarrbüro am Domhof, der federführend von Matthias Beerling in Zusammenarbeit mit lokalen Firmen innerhalb von nur acht Wochen umgesetzt wurde, gibt Hoffnung. Hier sind, sollten die Vorgaben lockerer werden, auch Gespräche mit Abstand durchführbar.

Die Koordinatorinnen der Hospiz-Hilfe Meppen, Elisabeth Beerling-Albert und Yvonne Kotte, sind auch jetzt unter Tel. 05931 845681 oder unter der Rufbereitschaft erreichbar und vermitteln Ehrenamtliche, um auch in der Pandemie zu begleiten und Trost spenden zu können.