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Helmut Knurbein will Bürgernähe Bürgermeisterkandidat stellt sich in Meppen vor

Von Matthias Konen | 12.01.2014, 17:30 Uhr

Gleich neben der Geschäftsstelle der Meppener CDU hat sich am Sonntagvormittag im Kolpinghaus die Stadtratsopposition für den anstehenden Bürgermeisterwahlkampf präsentiert. Als Kandidat von SPD, UWG, Grünen und FDP warb Helmut Knurbein um das Vertrauen der Bürger.

Er habe eine neue Herausforderung gesucht und sei deshalb Kandidat geworden, sagte Knurbein vor den rund 100 Besuchern. Der 49-jährige unterstrich die Bedeutung der Nähe zwischen Politik und Bürgern. Wichtig sei ihm, dass „Bürgerbeteiligung und Bürgerinformation wieder selbstverständlicher werden“. Er wolle „den Bürger schon vor großen Entscheidungen mitnehmen.“

 Wie berichtet , zieht der Erste Polizeihauptkommissar Knurbein für das Oppositionslager des Meppener Stadtrats in den Bürgermeisterwahlkampf, das sich in der Frage eines gemeinsamen Kandidaten schnell einigte: „Wir sehen so die Chance, einen Bürgermeister zu stellen“, erklärte Andrea Kötter (SPD), „Bürgernähe war bei den Gesprächen der parteiübergreifende Konsens.“ Das Bedürfnis nach einem gemeinsamen Kandidaten sei aber auch aus dem Unmut über die Lage im Rathaus erwachsen: „Die momentane Situation ist nicht so, wie wir uns das wünschen.“

Aktuell kommen SPD, UWG, Grüne und FDP als Opposition im Stadtrat auf knapp 46 Prozent. Der amtierende Bürgermeister Jan Erik Bohling (CDU) erhielt bei der Wahl vor acht Jahren 54,1 Prozent der Wählerstimmen. Für Tobias Kemper (FPD) stehen die Zeichen günstig: „Die Ausgangslage war nie besser. Es wird klappen.“

Zwar erfährt Knurbein breite Unterstützung der Parteien, er selber sieht sich im Falle eines Amtseinzugs aber nicht in der Verantwortung gegenüber diesen: „Ich bin der Parteilose.“ Überparteilich, gestaltend und vermittelnd wolle er auftreten: „Ich werde auch keine Mauer gegen die CDU aufbauen, ich will die Zusammenarbeit mit allen politischen Parteien.“

Ganz im Sinne von Bürgernähe mischte sich Knurbein unter die Anwesenden und suchte den Dialog. Zuvor ging er direkt auf Impulse aus dem Publikum ein. Geldverschwendung werde es mit ihm nicht geben, Finanzen müssen kritisch hinterfragt werden, auch Grünflächen in der Stadt seien wichtig. Knurbein erhielt einerseits viel Zuspruch und traf auf reges Interesse der Anwesenden. Andererseits zeigte sich hier und da auch Skepsis: Bürgernähe sei ganz klar eine gute Sache, aber bisher handle es sich ja nur um Worte, auf die Taten folgen müssen, hieß es. Am 25. Mai wählen die Meppener ihren Bürgermeister. Neben Helmut Knurbein und Jan Erik Bohling zieht auch der unabhängige Kandidat Thomas Reimann ins Rennen.