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Gütesiegel „Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage“ erhalten Anne-Frank-Schule Meppen zeigt Flagge

Von Gerd Mecklenborg | 16.06.2016, 19:05 Uhr

Die „Rote Karte“ gegen Rassismus, Vorurteile oder Mobbing haben die Schüler der Meppener Anne-Frank-Schule gezückt. Seit Jahren machen sie sich gemeinsam mit ihren Lehrern für Toleranz, Menschenrechte und den Kampf gegen Rassismus stark. Nun ist die Schule offiziell Teil der europäischen Initiative „Schule gegen Rassismus – Schule mit Courage“.

Diese Auszeichnung feierten Schüler und Lehrer gemeinsam mit Meppens Bürgermeister Helmut Knurbein und dem Schuldezernenten Gerd Nögel. Dieser überreichte die Urkunde und das Emblem im Auftrag des niedersächsischen Kultusministeriums an den stellvertretenden Leiter der Anne-Frank-Schule, Stefan Lilge.

Mit dem weltberühmten Protestsong „We Shall Overcome“ eröffnete die Schulband unter der Leitung ihres Musiklehrers Martin Tecklenburg die offizielle Feierstunde im Rahmen einer Ausstellung zu den Projekttagen im Foyer der Schule. Die Initiative „Schule gegen Rassismus“ bilde den Hintergrund „für die vielen Aktionen und die tollen Ausstellungsstände, an denen etwa 300 Schüler mit viel Engagement und eindrucksvollen Ergebnissen beteiligt waren“, blickte Lilge „mit sehr viel Stolz“ auf die Projektwoche zurück. (Weiterlesen: Jam und „Think Big“ fördern Projekte junger Meppener)

Selbstverpflichtung

Danach übergab Schuldezernent Gerd Nögel die Urkunde an Lilge, die dieser „stellvertretend für unsere Schüler“ entgegennahm. Der verliehene Titel sei „kein Preis, sondern eine Selbstverpflichtung für alle 280 niedersächsischen Schulen, die dieses Gütesiegel erhalten haben. Dazu brauchen wir Schüler wie euch, die Mut haben Rassismus, Intoleranz und Mobbing entgegenzutreten“, sagte Nögel.

So sah es auch der Schirmherr des Projekts, Bürgermeister Knurbein. „Das was ihr hier in wenigen Tagen erreicht und geschaffen habt, bedeutet für euch auch Nachhaltigkeit, weil ihr euch intensiv mit dem Thema beschäftigt habt. Und darauf könnt ihr sehr stolz sein“, lobte Knurbein die Ausstellung, die viele Facetten der vorangegangenen Projektarbeit sichtbar und hörbar machte.

Wie etwa das selbstproduzierte Video mit dem Titel „gegen Vorurteile“, dessen Entstehungsgeschichte die Schüler Tim Knue, Michael Schulte und Tim Graf den Ehrengästen genauer erklärten. Im Rahmen der Projekttage standen auch eine Fahrt nach Amsterdam mit Besuch des Anne-Frank-Hauses und ein Besuch der islamischen Begegnungsstätte in Meppen auf dem Programm.