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Gefahren durch Hochwasser Dritte Meppener Buslinie startet am 1.Advent

Von Hermann-Josef Mammes | 06.07.2014, 23:00 Uhr

Der Meppener Stadtbusverkehr wird um eine dritte Linie erweitert. Das hat einstimmig der Ausschuss für Klima- und Umweltschutz, Sicherheit und Feuerwehr beschlossen.

Wie Ordnungsamtsleiter Joseph Hogg ausführte, gilt die neue Regelung bereits ab dem ersten Adventswochenende (29. November). Die dritte Linie wird auch samstags im Einsatz sein. Dazu Hogg: „Gerade in den Wintermonaten, und hier speziell in der Adventszeit, fahren die Meppener am häufigsten mit dem Stadtbus.“ Im kommenden Jahr wird die Stadt Meppen den Stadtbusverkehr mit 151000 Euro bezuschussen. CDU-Stadtrat Arno Fillies freut sich darüber, dass zusätzliche Teile im Wohngebiet Esterfeld angefahren werden. „Das ist gerade für ältere Menschen sehr wichtig“, ergänzte Richard Dickmann (UWG). Unterdessen bedauerte Tobias Munsch (SPD): „Leider wird der Bereich der Fürstenbergstraße nicht angeschlossen.“

Abwasserwärme nutzen

Auf Vorschlag des Meppener Klimaschutzmanagers Ludger Frese will sich die Stadt Meppen zukünftig bei neuen Bauprojekten verstärkt dem Umwelt- und Klimaschutz widmen. Ganz konkret betrifft dies Bauleitplanungen. Bereits bei der Ausweisung von neuen Wohngebieten will die Stadt schon in der Entwicklungsphase prüfen, inwieweit erneuerbare Energien zum Einsatz kommen können. „Wichtig ist auch, dass ökologische Dämmstoffe verbaut werden“, sagte Frese.

Noch relativ unbekannt sei in Deutschland die Nutzung von Abwasserwärme. Die Mitglieder des Fachausschusses sprachen sich dafür aus, im Rahmen einer Machbarkeitsstudie für das neue Wohn- und Geschäftsquartier „Am Emshafen“ zu prüfen, ob die neue Technologie dort wirtschaftlich ist. Der Klimaschutzbeauftragte forderte von Ingenieurbüros bereits Angebote für eine Machbarkeitsstudie an.

Stadtbaurat Dieter Müller stellte neue Pläne des Landes Niedersachsen zum Hochwasserrisikomanagement vor. Danach wurden drei Szenarien für verschiedene Hochwasserstände an Ems und Hase durchgespielt. „Bei dem Extremhochwasser wären in Meppen u.a. im Wohngebiet Feldkamp einige Tausend Menschen betroffen“, sagte Müller. Er riet den Bürgern, sich anhand des Kartenmaterials unter www.hwrm-rl.niedersachsen.de über die jeweiligen Hochwasser und ihre Folgen für Meppen zu erkundigen.