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Forum am 15. November in Lingen Die Zukunft der 70 emsländischen Heimatvereine

Von Hermann-Josef Mammes | 03.11.2016, 19:12 Uhr

Um die „Zukunft der emsländischen Heimatvereine“ geht es bei einem Forum in Lingen. Veranstalter am 15. November im Ludwig-Windthorst-Haus ist der Emsländische Heimatbund.

„Wir erhoffen uns viele Anregungen und Lösungsansätze für die Arbeit und Perspektiven unserer Heimatvereine“, so Vorsitzender Hermann Bröring, Vorsitzender des Emsländischen Heimatbundes. Dabei lädt er ausdrücklich zu dem Forum von 16 bis 19 Uhr alle interessierten Bürger ein.

Experten

Es gibt rund 70 sehr unterschiedlich aufgestellte Heimatvereine im Emsland. Das Forum sucht nach Antworten, wie auch der Emsländische Heimatbund sie konkret bei ihrer Arbeit unterstützen und Impulse geben kann. „Viele Heimatvereine haben Nachwuchsprobleme“, so Bröring.

Dabei will der Emsländische Heimatbund das Forum jedoch mit möglichst konkreten Fakten ausstatten. Deshalb beauftragte das Büro KoRiS aus Hannover , eine für „Niedersachsen modellhafte Untersuchung“ durchzuführen. Das Büro führte mit 40 Personen, darunter Vertretern der Heimatvereine aber auch „externen Experten und Multiplikatoren“ Gespräche und erstellt damit eine Situationsanalyse. Daran knüpft das Forum „Aktionsplan Zukunft der emsländischen Heimatvereine“ am 15. November an.

Nachwuchsgewinnung

Projektleiterin Stephanie Rahlf wird die Ergebnisse der Untersuchung in ihrem Vortrag „Wo stehen die Heimatvereine im Emsland?“ vorstellen. Es folgt – als Kernstück der Veranstaltung – ein „Wandelgang“, bei dem jeder Teilnehmer seine Erfahrungen, Vorstellungen und Lösungsansätze an folgenden Stationen einbringen kann: Nachwuchsgewinnung; Image; Aufgaben der Zukunft, Kooperation und Unterstützung.

In einer offenen Podiumsdiskussion unter Leitung von LWH-Leiter Michael Reitemeyer sollen die Ergebnisse nochmals analysiert werden.

Pilotprojekt

In einem Pressegespräch hob Hermann Bröring hervor, dass dieses Pilotprojekt nur ein Auftakt sein kann. „Die Zukunft der Heimatvereine ist ein Teil der Zukunft unserer Dörfer, unseres ländlichen Raumes.“ Die Heimatvereine entscheiden selbst, was sie wollen. Und die Herausforderungen für die Vereine seien von Ort zu Ort vollkommen unterschiedlich. Es gehe um zukunftsorientierte Ideen, Arbeitsfelder, Handlungsmöglichkeiten und Strategien. „Es ist jetzt über 30 Jahre her, dass im Emsland in einer regelrechten Gründungswelle die meisten Heimatvereine entstanden, und an der Zeit, die Heimatvereine nicht nur für ihre Arbeit zu loben, sondern auch für ihre Zukunft etwas zu tun!“ – so der Vorsitzende. Die Vereine müssten gegen das Image des Verstaubten ankämpfen. Er erhoffe sich konkrete auch für den Emsländischen Heimatbund vom Forum „konkrete Arbeitsaufträge“.