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Europastraße besser erreichbar Zwei Anschlussstellen für Meppen-Versen in Planung

Von PM. | 17.06.2016, 17:58 Uhr

In den Planungen zur Verbreiterung der Europastraße 233 sind für Meppen-Versen wieder zwei Anschlussstellen vorgesehen, teilt der Landkreis Emsland mit. Zeitweilig hielten die Planer nur eine Anschlussstelle für ausreichend.

D Die Planungen zum vierstreifigen Ausbau der E 233 mussten für den Bereich Meppen-Versen wegen geänderter planerischer Voraussetzungen und Prognosen zu den Verkehrszahlen für das Jahr 2030 überarbeitet werden, heißt es in einer Pressemitteilung Die vormals vorgesehene eine Anschlussstelle an der Neuversener Straße wird nun von zwei Anschlussstellen an der Kreisstraße 225 (Süd-Nord-Straße) und der Landesstraße 48 (Frankfurter Straße) ersetzt. „Damit erreichen wir vor allem eine stärkere Verkehrsverlagerung auf die E 233, eine Entlastung der Ortsdurchfahrt Versen (Meppener Straße) und eine verbesserte Anbindung des Euro-Industrieparks Meppen-Versen , die insbesondere den dort ansässigen Unternehmen und Gewerbetreibenden zugutekommt“, sagt Landrat Reinhard Winter.

Der Landkreis Emsland komme damit zu seiner Ursprungsplanung zurück. „Wir haben jetzt die Chance, die von uns bereits vor Jahren als beste Lösung erachtete Planung tatsächlich umzusetzen“, erläutert Winter.

Die Pläne von 2011

Ein Vorschlag aus dem Jahr 2011 hatte für den Bereich Meppen-Versen bereits zwei Anschlussstellen an der K 225 und an der L 48 vorgesehen. Nach Prüfung des Entwurfes durch das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur musste diese Planung aber dahingehend geändert werden, dass die beiden Anschlussstellen zu einer zusammengelegt werden sollten. Es entstand die Planung für einen Anschluss an der Neuversener Straße.

„Jetzt haben sich die Voraussetzungen zu unseren Gunsten geändert“, sagt der Meppener Bürgermeister Helmut Knurbein. Ebenfalls hinsichtlich der Kosten sei diese Entwicklung von deutlichem Vorteil, betont Knurbein. Für die Anschlussstelle an der Neuversener Straße wäre eine parallele Wegeverbindung südlich der E 233 zwischen der Süd-Nord-Straße und der K 203 (Meppener Straße) notwendig gewesen. Die Kosten hierfür in Höhe von rund drei Millionen Euro wären von der Stadt Meppen und dem Landkreis Emsland zu tragen gewesen. Darüber hinaus können Hofstellen erhalten bleiben, die bei einer kombinierten Anschlussstelle hätten überbaut werden müssen.Quelle: Landkreis Emsland / Grafik: NOZ/Heiner Wittwer

„Neue-alte“ Variante

Die „neue-alte“ Variante wurde dem Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur im Februar vorgestellt, worauf das Ministerium im Mai dieser neuen Lösung grundsätzlich zugestimmt hat. „Weitere Details zur genauen Ausgestaltung der Anschlussstellen werden derzeit mit dem Ministerium abgestimmt“, erklärt Winter. Gerd Gels, Ortsvorsteher von Versen, begrüßt die Lösung mit den beiden Anschlussstellen, weist jedoch auf die Besonderheit für die Ortsdurchfahrt Versen im Zuge der Frankfurter Straße (L 48) hin. Hier gelte es, zu überlegen, wie Entlastung geschaffen werden kann. Nach den Sommerferien soll es in Versen eine Bürgerversammlung geben, der genaue Termin steht noch nicht fest.