Ein Artikel der Redaktion

Erste positive Bescheide Emsland: Einige Förderschulen haben jetzt Gewissheit

Von Hermann-Josef Mammes | 08.06.2018, 18:30 Uhr

Noch gibt es neun Förderschulen „Lernen“ im Landkreis Emsland. Davon betreibt der Landkreis Emsland fünf. Wie Erster Kreisrat Martin Gerenkamp in Meppen sagte, habe ihm die Landesschulbehörde auf Anfrage mündlich mitgeteilt, dass die drei Standorte „Pestalozzischule Papenburg, Erich-Kästner-Schule Sögel und Paul-Moor-Schule Freren“ bis mindestens 2028 weitergeführt werden können.

Einstimmig sprach sich der Kreisschulausschuss dafür aus, dass die Förderschulen Waldschule Esterwegen und Hermann-Gemeiner-Schule Emsbüren bis zum Auslaufen weitergeführt werden. Der Schulbetrieb soll hier so lange erhalten bleiben, wie dies „wirtschaftlich und personell darstellbar bleibt“. Für beide Standorte hatte der Landkreis keinen Antrag gestellt, da dieser keine Aussicht auf Erfolg gehabt hätte. So will das Land nur noch Förderschulen weiterführen, an denen pro Jahrgang mindestens 13 Schüler beschult werden. Dies ist an beiden Standorten bei Weitem nicht gegeben. Der Esterwegener Schulleiter Heinz Fehrmann bedankte sich ausdrücklich für die Unterstützung des Landkreises. Zugleich warb er dafür, die Schule weiterführen zu dürfen, wenn diese mindestens 60 Schüler besuchen. Gerenkamp rief die Eltern auf, ihre Kinder an den Förderschulen anzumelden.

Inklusion wichtig

CDU-Kreistagsabgeordneter Christian Fühner sagte, dass andere Landkreise vielerorts die Förderschulen „Lernen“ bereits geschlossen hätten. Dem Landkreis Emsland sei die Inklusion jedoch sehr wichtig. „Wir halten an den Förderschulen fest. Viele Eltern wollen diese für ihre Kinder.“ Für die UWG-Fraktion ergänzte Hermann Meyer, dass gerade Kinder und Jugendliche aus Flüchtlingsländern aber auch aus Osteuropa besondere schulische Förderungen benötigten. SPD-Kreistagsabgeordnete Edeltraut Graeßner begrüßte es, dass die „Eltern weiterhin die Wahlmöglichkeit haben“. Auch für Marion Terhalle (FDP) leisten die Förderschulen einen „großen inklusiven Beitrag“.

Schlimmer Schwebezustand

Die anderen vier Förderschulen im Emsland stehen unter der Trägerschaft der Städte Meppen, Haren, Haselünne und Lingen. Auf Nachfrage unserer Redaktion, bestätigte die Stadt Meppen, dass die Landesschulbehörde wahrscheinlich für den Fortbestand der Pestalozzischule in Meppen grünes Licht geben werde. Die Stadt Haren rechnet in den kommenden Tagen mit dem Bewilligungsbescheid für ihre Förderschule. Nach Angaben der Don-Bosco-Schule in Haselünne sei „noch keine Entscheidung gefallen“. Die Schulleitung bedauere den schlimmen Schwebezustand, da Eltern nicht planen könnten. Für andere Kinder sei längst klar, welche Schule sie nach den Sommerferien besuchen. Auch für die Förderschule in Lingen gibt es noch keine klare Aussage.