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Deutschkurse sehr begehrt Meppener Flüchtlinge sorgen sich um Familien

Von Hermann-Josef Mammes | 09.06.2016, 21:05 Uhr

Mit Simone Baalmann und Matthias Grewe kümmern sich zwei Sozialarbeiter in der Meppener Stadtverwaltung um Flüchtlinge.

Da der Zustrom etwas abebbt, können sie sich jetzt noch gezielter der eignetlichen Integrationsarbeit widmen. Dazu gehört auch die Freizeitgestaltung. Viele würden zum Beispiel gerne Fußball spielen. Bei den Behördengängen würden andere Flüchtlinge mit Englischkenntnissen oder gleich Dolmetscher helfen.

Stimmung wird besser

In der Sitzung des Ausschusses für Soziales, Jugend, Sport und Senioren sagten sie, dass die meisten Flüchtlinge die Ungewissheit über ihre Zukunft plagen. Viele würden gerne arbeiten und ihre Familien nachholen. Dabei habe sich die Stimmung in den vergangenen Wochen durch eine beschleunigte Aufnahmebürokratie merklich verbessert. Zudem habe die Volkshochschule Meppen zusätzliche Sprachkurse bereit gestellt. Dazu Grewe: „Sie wollen möglichst schnell deutsch lernen.“ Dafür seien sie bereit, einen Teil der Kosten der Sprachkurse selbst zu übernehmen. Die Bandbreite der Vorbildungen reiche vom Analphabeten bis zum Hochschulabsolventen. Die meisten besäßen handwerkliche Vorbildungen.

Auf die Frage, ob sie als Frau mit den zumeist jungen männlichen Flüchtlingen Probleme habe, sagte Simone Baalmann: „Es gibt keine Probleme. Die jungen Männer akzeptieren mich und begegnen mir sehr respektvoll.“