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Connemann Ja – Stegemann Nein Ehe für alle: So stimmten die Abgeordneten der Emsländer ab

Von Harry de Winter, Harry de Winter | 28.06.2017, 18:32 Uhr

Am Freitag wurde im Bundestag in Berlin über die Ehe für alle entschieden. Mit einer klaren Mehrheit sprach sich die Versammlung dafür aus. Drei der vier Abgeordneten der Emsländer stimmten ebenfalls für die Öffnung der Ehe für homosexuelle Paare.

Connemann stimmte der Öffnung der Ehe für homosexuelle Partnerschaften zu. Vor Jahren hätte sie aber noch mit Nein gestimmt. „Hinter mit liegt ein Lernprozess“, so die CDU-Bundestagsabgeordnete. „Ich bin aufgewachsen mit dem Bild der Ehe zwischen Frau und Mann. Aber heute ist für mich klar: Wenn Menschen füreinander Verantwortung übernehmen, sollten sie auch gleiche Rechte haben - unabhängig vom Geschlecht. Dies ist für mich eine wertkonservative Entscheidung.“

„Ehe ist eine Verbindung von Mann und Frau“

Anders sah es ihr Parteikollege Albert Stegemann. Er sprach sich gegen die Einführung der Ehe für alle aus, genau wie Bundeskanzlerin Angela Merkel. „Die Ehe als Zusammenleben ist eine besondere Form, nämlich eine Verbindung von Mann und Frau. Nur in dieser Verbindung kann Leben entstehen und bildet damit die Grundlage für das Fortbestehen unserer Gesellschaft“, sagt Stegemann. „Deshalb bin davon überzeugt, dass wir als Gesellschaft gut daran tun, diesen besonderen Schutz für die Ehe aufrecht zu erhalten.“ Er begründet seine Entscheidung weiter damit, dass die Gleichstellung von Ehe und eingetragener Lebenspartnerschaft so gut wie vollzogen sei und die Rechtsfolgen bis auf den Bereich der Adoption von Kindern die gleichen wären. Die Diskriminierung von eingetragenen Lebenspartnerschaften lehne er entschieden ab.

Klare Linie bei den SPD-Abgeordneten

Die Entscheidung der SPD-Abgeordneten entsprach ganz der Parteilinie. De Ridder wie auch Paschke stimmten beide mit Ja. „Es freut mich sehr, dass wir als SPD nach langen Bemühungen eine Abstimmung zur Ehe für alle noch in dieser Legislaturperiode realisieren können“, sagte De Ridder Auch ihr Parteigenosse Markus Paschke kommt zu einem ähnlichen Entschluss: „Jeder Mensch hat ein Recht auf Liebe und Glück. Wenn zwei Menschen beschließen, füreinander einzutreten und zu heiraten, dann müssen sie dieses Recht auch haben. Das Geschlecht der Liebenden darf keine Rolle spielen. Gleiches Recht für alle ist eine Stärkung der Ehe“.