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Bürgerinformationen notwendig CDU Meppen will Goa-Festival in Zukunft verhindern

Von Hermann-Josef Mammes | 07.06.2017, 21:25 Uhr

Nach dem viertägigen Goa-Festival auf dem Areal des Funparks in Meppen fordern CDU-Stadtratsfraktion und CDU-Stadtverband Meppen Konsequenzen.

Wie CDU-Fraktionsvorsitzender Karl-Heinz Tallen sagte, informierte ihn die Stadtverwaltung im Verwaltungsausschuss am 30. März lediglich, dass auf dem Areal ein „Kunst- und Musikfestival“ stattfindet. Dass dies jedoch solche Ausmaße annehmen würde, konnte er nicht ahnen. Nach seinen Ausführungen sowie denen des Hemsener Ortsvorstehers Hubert Neeßen (CDU), der CDU-Ratsfrau Stefanie Menke und des CDU-Stadtverbandsvorsitzenden Arne Fillies spielten auf dem Areal diverse Goa-Bands und DJs fast rund um die Uhr vier Tage lang. „Selbst morgens um 6 Uhr konnte ich in Hüntel aufgrund der starken Bässe nicht schlafen“, so Fillies.

Hubert Neeßen fragt sich, ob der Landkreis Emsland eine entsprechende Genehmigung für eine 24-Stunden-Beschallung erteilt habe. Auch hierfür müsse es doch Schallgrenzen und zeitliche Vorgaben geben. Dabei wollte Neeßen vom Landkreis wissen, ob es überhaupt Messstellen gibt und ob diese am Pfingstwochenende aktiviert waren.

Bei ihm als Ortsvorsteher, aber auch der Polizei seien sehr viele Beschwerden eingegangen. Ein Polizeisprecher bestätigte dies. Gerade die nächtliche Ruhestörung sei nicht hinnehmbar.

Das Festival selber habe im leeren Seebecken stattgefunden. Hier wollten die Funpark-Betreiber eigentlich seit Jahren Rafting-Fahrten mit Schlauchbooten durchführen. Je nach Windrichtung sei der Lärm unerträglich gewesen. 2000 Menschen rund um den Funpark seien um ihren Schlaf gebracht worden.

Die CDU-Politiker kritisieren, dass das Goa-Festival fast nur auswärtige Musikfans anlockte. Zudem seien diese mit Zelten und gut gefüllten Autos angereist. Im Klartext: Die Region hat von solchen Events keinen wirtschaftlichen Vorteil. Für die CDU steht es fest: „Wir wollen dies in Zukunft unterbinden.“ Dies sei einstimmiger Beschluss der Fraktion, so Tallen. Die CDU möchte zudem von der Stadt und dem Landkreis Emsland detailliert aufgelistet haben, welche Genehmigungen es für den Funpark gibt. „Wenn wir planungs- und ordnungsrechtlich neue Beschlüsse fassen müssen, werden wir dies tun“, versprach Tallen. Er fordert zudem Bürgermeister Helmut Knurbein sowie die die Kreisverwaltung auf, „endlich Aufklärungsarbeit zu leisten“. Hierzu zählt für Neeßen unbedingt die vom Bürgermeister versprochene Informationsveranstaltung zum Racepark und Funpark.