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Brief an Kultusministerin Meppener Schulelternrat klagt über Unterrichtsausfall

Von Hermann-Josef Mammes | 15.09.2017, 09:40 Uhr

Der Schulelternrat des Windthorst-Gymnasiums Meppen hat sich in einem Brief bei Niedersachsens Kultusministerin Frauke Heiligenstadt über die schlechte Lehrerversorgung beklagt.

In dem Brief, der unserer Redaktion vorliegt, kritisiert Schulelternratsvorsitzender Thomas Lange, dass immer mehr „Lehrkräfte unseres Gymnasiums an andere Schulen“ abgeordnet werden. Nach Informationen unserer Zeitung unterrichten zurzeit allein vier Meppener Gymnasiallehrer an hiesigen Grundschulen.

Maßnahmen erforderlich

Die Eltern des WGM sehen die Unterrichtsversorgung in Gefahr. Immer mehr Unterrichtsstunden fielen aus. Lange fragt die Ministerin: „Wie sollen unsere Kinder das erforderliche Wissen erwerben, wenn das Ministerium nicht in der Lage ist, einen Bedarf zu ermitteln und Maßnahmen zu ergreifen“, um die schon länger bekannten Mängel zu beheben?

Nicht wettbewerbsfähig

Für den WGM-Schulelternrat sei es befremdlich, wenn in die Zukunft Niedersachsens trotz der guten wirtschaftlichen Lage so wenig investiert werde. Die Eltern zweifeln an, dass der Bildungsstandort Deutschland unter solchen Umständen überhaupt noch wettbewerbsfähig ist. So müssten die beiden kommenden Jahrgänge noch das Abitur nach zwölf Jahren ablegen. Vor diesem Hintergrund seien Lehrerabordnungen an andere Schulen nicht hinnehmbar, weil damit für Oberschüler weitere Unterrichtsausfälle einhergingen.