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„Bombe“ war Blitzableiter Kampfmittelräumer gibt Entwarnung für Innenstadt von Meppen

Von Manfred Fickers | 07.03.2013, 12:04 Uhr

Die befürchtete Bombenräumung an der Hinterstraße in Meppen findet nicht statt. Bei der Untersuchung der Verdachtsfläche fand sich am Donnerstagmorgen statt eines Sprengkörpers eine in zwei Teile zerbrochene Spitze eines Blitzableiters.

Erleichterung gab es bei den Beteiligten, denn bei einem Bombenfund wäre während der Entschärfung eine Evakuierung der Innenstadt notwendig gewesen, möglicherweise einschließlich des Krankenhauses Ludmillen-stift. Bürgermeister Jan Erik Bohling zeigte sich froh darüber, dass jetzt der Bau des Sparkassengebäudes weiter gehen kann.

Am 7. April 1945 hatte es einen Bombenangriff auf die Altstadt von Meppen gegeben, bei dem an der Hinterstraße Häuser zerstört und beschädigt worden sind. Deshalb war eine Suche nach Blindgängern notwendig. Erster Stadtrat Bernd Ostermann sagte, dass die Stadt rund 40000 Euro dafür ausgegeben hat. Sprengmeister Hans Mohr erläuterte den vielen Medienvertretern die Vorgehensweise. Mit Sonden werden magnetische Anomalien gemessen, denn Metallkörper wie Bomben stören das natürliche Magnetfeld der Erdschichten. Dabei hat man auf dem künftigen Sparkassengelände an der Ecke Hinterstraße/Zum Stadtgraben Anzeichen für einen größeren metallischen Gegenstand gefunden. Weil die Fundstelle unter dem Grundwasserniveau lag, wurden Schachtringe gesetzt. Mit der Baggerschaufel näherten sich die Kampfmittelräumer der kritischen Stelle. Es zeigte sich, dass die „Bombe“ eine von vier bis in sieben Meter Tiefe reichende Blitzableiterspitze war.

„Leider erlaubt die Messtechnik keine genauere Erkundung der Fundstelle,“ sagte Mohr. Es komme durchaus vor, dass eisenhaltige Steine oder Metallschrott die Räumer täuschen. Ihm sei dies zum ersten Mal passiert.