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„Arbeit hat richtig Spaß gemacht“ Marianum Meppen verabschiedet 128 Abiturienten

13.07.2014, 12:30 Uhr

In einer Feierstunde im Saal Kamp haben am Samstag nach einem Abschlusswortgottesdienst in der Kirche St. Maria zum Frieden im Stadtteil Esterfeld Schulleitung, Mitschüler, Eltern, Lehrer und Ehemalige des Meppener Gymnasiums Marianum 128 Abiturienten und zwei Schüler mit dem Abschluss des schulischen Teils der Fachhochschulreife geehrt und in einen neuen Lebensabschnitt verabschiedet.

33 Schüler und Schülerinnen haben im Abitur ein Ergebnis erzielt, das in der Endnote eine „1“ vor dem Komma trägt. Zwei Schüler und Schülerinnen erreichten als Durchschnittsnote eine „1,3“, ein Schüler eine „1,2“ und drei die Durchschnittsnote „1,1“. Dreimal wurde sogar das Endergebnis „1,0“ erzielt.

Zu Beginn der Feier, der das Schulorchester unter der Leitung von Andreas Gebbeken mit großem Engagement eine ganz besondere Note verlieh, konnte Schulleiter Leo Pott neben den Abiturienten und ihren Eltern ganz besonders seinen Vorgänger Hans-Michael Lübbers und Winfried Diekmann, den Vorsitzenden des Ehemaligen- und Fördervereins des Marianums , begrüßen.

„Mit diesem Jahrgang zu arbeiten macht richtig Spaß“, habe er oft von seinem Kollegium gehört. Besser könne man nicht beschreiben, was den Abiturjahrgang auszeichne. „Es war schon beeindruckend zu sehen, wie Ihr miteinander umgegangen seid, welche stabile Gemeinschaft sich da entwickelt hat“, lobte Pott die 130 Absolventen für ihre „sehr hohe Leistungsbereitschaft“ und sagte dafür ganz einfach Danke.

Danke sagte er auch den Eltern der Absolventen. Sie würden es der Schule in vielen Bereichen leichter machen. „Sicher eine Besonderheit dieser Schule!“ Potts Dank galt auch seinem Kollegium, das trotz immer neuer Abiturattitüden völlig unaufgeregt in drei Fächern ein länderübergreifendes Zentralabitur hinbekommen habe. Danke sagte Pott auch dem Schulassistenten Hubert Schwenen und seinem Team für „sechs stressige Wochen“.

So einfach abkaufen mochte der Schulleiter den Abiturienten ihr Abiturmotto „Abi Potter – Raus aus der Kammer des Schreckens“ nicht. „Einen verschreckten und verängstigten Eindruck habt Ihr während der gesamten Schulzeit bis heute wahrlich nicht gemacht – warum auch?“, rief er Abiturienten zu und widmete sich den Sinnfragen von Schulen in Trägerschaft der katholischen Kirche sowie der Bedeutung des Gymnasiums Marianum im Besonderen. Sein Fazit: „Wir verstehen uns als ein klar definiertes Alternativangebot innerhalb eines pluralen Schulsystems, als wirkliche Angebotsschule mit eindeutigem Profil, die ausdrücklich niemanden ausschließt.“

„Wir sind stolz, ein Teil dieser Schule gewesen zu sein“, zollten die Abitursprecher Theresa Oehm und Tobias Lammers Lehrern und Eltern Dank, Anerkennung und Respekt. „Ganz besonders Schulleiter Leo Pott, der uns Fair Play gelehrt und vorgelebt hat.“ Und sie gaben zu: „Wir gehen jetzt auseinander, aber schrecklich war unsere Schulzeit auf keinen Fall.“

Das Abiturmotto hatte vor der Feier auch die beiden Elternvertreterinnen Helga Meyer und Maria Schulte mächtig umgetrieben. Dank Wikipedia gelang ihnen, das Motto in positivem Licht erscheinen zu lassen. Sie dankten den Abiturienten für die Freude, die sie ihren Eltern mit dem heutigen Tage bereiteten, und machten ihnen Mut für die Zukunft: „Zeigt der Welt, wer ihr wirklich seid. Sucht und findet euren Platz in der Gesellschaft.“

Winfried Diekmann als Vorsitzender des Ehemaligen- und Fördervereins des Marianums unterstrich ebenfalls die Leistungen der Abiturienten und rief sie auf, gleich Mitglied im Ehemaligenverein zu werden. „Die ersten zwei Jahre kostet das nichts“, so sein Werbeslogan. Zum Abschluss landete Diekmann einen echten Kracher.

Für die Aufrüstung von zwölf Klassenzimmern mit entsprechendem technischem Know-how überreichte er Schulleiter Leo Pott einen Scheck über 30000 Euro aus den Mitteln des Fördervereins.