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Aktion von Verein und NOZ Medien Besuch bei Imker und Bienenvolk in Meppen

Von Adelheid Schmitz | 14.09.2016, 19:11 Uhr

Bienen hautnah erleben und beobachten konnten die Teilnehmer einer Aktion, die der Imkerverein Meppen in Zusammenarbeit mit den NOZ Medien veranstaltete.

Nachdem Elife Alkan-Meier, Mitarbeiterin der NOZ Medien, alle Gäste persönlich begrüßt hatte, übernahm der Imkerverein Meppen die Moderation. Vereinsvorsitzender Klaus Mann und Carl Drescher, ehemaliger Leiter des Züchterrings, präsentierten interessante Schautafeln und lebende Bienen in Schaukästen. Sie holten Brutwaben aus den Kästen und zeigten eine Bienenkönigin hautnah. Viele sanftmütige Bienen umschwirrten die Köpfe der Zuschauer, niemand wurde gestochen.

Besonders interessant fand die siebenjährige Lea Hanekamp aus Lathen, dass Bienen ihre Toten aus dem Bienenstock hinaustragen. Genauso spannend war es auch zu erfahren, dass Bienenkundschafterinnen den generell gehörlosen Bienen durch Vibration und Tanzbewegungen in der Sonne mitteilen, wo sich eine Blumenwiese befindet. Hierbei handelt es sich um den sogenannten Schwänzeltanz. „Im ganzen Schwarm geht es dann in diese Richtung“, erklärte Carl Drescher.

20.000 Flüge für 300 Gramm Honig

Um 300 Gramm Honig zu erhalten, muss eine Biene rund 20.000-mal ausfliegen. Bei ihrem Flug von Blüte zu Blüte übernimmt sie ganz nebenbei auch die wichtige Aufgabe der Bestäubung.

Informiert wurde über weitere Bienenerzeugnisse wie Propolis, das Kittharz, mit dem die Bienen ihre Behausung abdichten. Es bekämpft Krankheitserreger beim Menschen und stärkt das Immunsystem. Oder wie dem Gelée Royale, das als Futter für die Königin dient, die aufgrund dieser Ernährung doppelt so groß ist wie eine gewöhnliche Biene und 35-mal länger lebt. Auch der bedeutendste Bienenschädling, die Varroamilbe, die sich in der verdeckelten Brut im Bienenstock entwickelt, wurde vorgestellt.

Naturverbunden

Imkern ist „in“. Wer ein gemütliches und naturverbundenes Hobby sucht, so Klaus Mann, sei hier genau richtig. Fördermittel zum Aufbau einer Imkerei können mit Nachweis über einen zehntägigen Lehrgang beantragt werden. Kinder und Jugendliche können an der Schulung kostenlos teilnehmen.

„Ich möchte Imker werden, wie mein Opa“, sagte der achtjährige Fabian Jarminowski ganz begeistert. Roman Jenn begann vor drei Jahren in der Nähe von Meppen mit zwei Bienenvölkern. Heute besitzt er 14 Bienenvölker und produziert 400 Gläser Honig pro Jahr.

Leben ohne Bienen undenkbar

„Die Imkerei hält jung“, stellt Carl Drescher abschließend fest. „Hätte ich keine Bienen gehabt, ich hätte was verpasst. Ich kann mir das Leben ohne Bienen gar nicht vorstellen.“

Mitglieder und Interessierte treffen sich jeden zweiten Sonntag im Monat im Imkerzentrum Kossehof, Meppen von 10.30 bis 12 Uhr. Mehr Informationen unter www.imkerverein-meppen.de .