„Thank You For The Music!“ Gelungener Musicalabend im Meppener Theater

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„Something Stupid“ – Carson Parks Herzensbrecher-Song mit Geschichte. Einiges Mitsingbares brachten Julia Felthaus und Jens Sörensen in ihrer Revue „Musical und Swing in Concert“ im Meppener Theater. Foto: Peter Löning„Something Stupid“ – Carson Parks Herzensbrecher-Song mit Geschichte. Einiges Mitsingbares brachten Julia Felthaus und Jens Sörensen in ihrer Revue „Musical und Swing in Concert“ im Meppener Theater. Foto: Peter Löning

Meppen. Die größten Lieder aus der Musicalwelt gut durchmischt mit den großen Songs von Frank Sinatra und seinen Weggefährten in einer unterhaltenden Abendshow und in hoher musikalischer Qualität sind in Meppen präsentiert worden.

Das war eine sehr gelungene Musikmischung, die das Gesangspaar Julia Felthaus und Jens Sörensen noch kurz vor Jahresende im ausverkauftem Meppener Theater präsentierten. Im steten Wechsel ging es dabei von Hit zu Evergreen und vom Ohrwurm zum Mitsinger. Mit leichter Zunge und zahlreichen Anekdoten übernahm Sörensen zudem sehr ansprechend die Moderation, was zum Erfolg reichlich beitrug.

Julia Felthaus ging beeindruckend auf in ansteckenden Musical-Hits, wie beispielsweise (ein unbedingtes Wow!) „Man Wanted“ aus „Copacobana“. Aber auch mit wunderschönen Songs von Barbra Streisand, so „He touched me“ – das ging tief unter die Haut.

Jens Sörensen gibt sich unübertrefflich mit den unsterblichen Sinatra-Klassikern natürlich durften hier „New York, New York“ und „My Way“ nicht fehlen. Daneben hatte er Dean Martin im Gepäck und Neil Diamond mit – man bekommt es nicht mehr aus dem Ohr – „Sweet Caroline“ und weiteren.

Die beiden trafen sich aber auch immer wieder und mit Freude zu reizenden Duetten. Gleich eingangs stand „Willkommen“ aus dem berühmten Musical Cabaret. Mit Lust ging es zu den Schlüsselhits aus „Ich war noch niemals in New York“ oder „Saturday Night Fever“…

Gekonnt und einfühlsam begleitet wurden die beiden Sänger von den „Swinging Reindeers“. So nannte sich hier das erstklassig agierende Trio um Jason Weaver am Flügel – dieser übernahm bei dem Programm die musikalische Gesamtleitung. Michael Bohn schwang hier klangvoll E- und Kontrabass. Michael Schrant bediente souverän und groovig sein Ludwig-Drumset. Hörenswert ihre Arrangements und gut abgestimmt das Zusammenspiel, gaben sie dem Gesangsduo einen schmissig klangvollen Rahmen. Mit einem reinen und mit einigen imposanten Soli gespickten Instrumentalstück warteten sie nach der Pause mit sichtbarer Freude auf, sehr zur Freude des Publikums. Toll gespielt!

An der Grenze der Erträglichkeit bewegte sich allein die Tontechnik, die man sich durchwegs eleganter gewünscht hätte. Übersteuerter Gesang mit Mikrofonen, die alle Plopps williger aufnehmen, als gesprochenes Wort. Ein Steinway-Flügel, der verstärkt wie ein olles E-Piano klingt. Sehr schade. Der Theatersaal ist sicherlich nicht leicht zu beschallen, es geht allerdings weitaus besser als an diesem Abend.

Wer darüber hinweg hören konnte, hatte einen tollen Abend, abwechslungsreich, unterhaltend, vergnüglich und ansprechend. Am Ende aber heißt es, dem Titel einer Zugabe folgend: „Thank You For The Music!“


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