Auszeichnung vom Konditorenverband Meppener Konditorei Anneken zeigt: So gelingen 1a-Zimtsterne

Meine Nachrichten

Um das Thema Meppen Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.


Meppen. Hohen handwerklichen Aufwand betreibt die Konditorei Anneken in Meppen für ihre Zimtsterne. Der Aufwand lohnt sich. Das Weihnachtsgebäck schmeckt saftig, wie wohl kaum ein industriell hergestelltes Produkt. Unserer Redaktion verrät Konditormeister Frank Anneken ein paar Tipps, wie die perfekten Zimtsterne auch Zuhause gelingen.

„Bei uns ist die Zutatenliste relativ schlank“, gibt Anneken Auskunft. Nur gemahlene Mandeln, Zucker, Zimt, Eiweiß und etwas Zitrone kommen in die Teigmasse. Die Glasur besteht aus Puderzucker, Eiweiß und je nach Geschmack etwas Zitrone. „Industriell hergestellte Produkte sind optisch okay, beim Geschmack trennt sich die Spreu vom Weizen“, meint der Konditormeister. Bestätigt fühlen kann sich die Konditorei in ihrer Rezeptur aufgrund der Auszeichnung mit der Note „sehr gut“ durch den Landesinnungsverband der Konditoren in Nordrhein Westfalen. Dort ist Anneken Mitglied, weil seine Auszubildenden die Berufsschule in Rheine besuchen. (Weiterlesen: Meppener Konditorei informiert über Inhaltsstoffe)

Teig muss ruhen

Bevor die Arbeit aber so richtig beginnen kann, ist etwas Vorbereitung zu leisten. „Der Teig muss eine Nacht ruhen, damit er richtig durchzieht. Dann ist er am nächsten Tag leichter auszurollen“ weiß der Experte. Um letztlich gleichmäßig dicke Zimtsterne zu erhalten, empfiehlt der Konditor, beim Ausrollen zwei Schienen neben den Teig zu legen. „Alternativ gehen auch zwei dünne Bücher, wichtig ist nur, dass der Teig etwa acht Millimeter dick wird“, empfiehlt Anneken. Damit der Teig nicht am Nudelholz kleben bleibt, einfach ein Backpapier dazwischen legen.

Die Glasur geht relativ schnell. Einfach Puderzucker und Eiweiß so lange schlagen, bis eine cremige Masse entsteht und etwa einen Millimeter dick auf dem Teig verstreichen.

Wichtigstes Werkzeug: Klappausstecher

Nun geht es ans Ausstechen. Das wichtigste Werkzeug dafür ist der sternenförmige Klappausstecher. Der lässt sich zum Ausstechen zusammendrücken und öffnet sich anschließend automatisch. So lösen sich die Sterne kinderleicht von der Schablone. Noch besser funktioniert es, wenn der Ausstecher nach jedem Stern in ein Gefäß mit Wasser getaucht wird. „Ich habe schon der Verzweiflung nahe stehende Hausfrauen im Laden gehabt, die mich fragen, wie wir die Sterne hinbekommen“, erinnert sich Anneken. (Weiterlesen: Weihnachten von A wie Adventskranz bis Z wie Zimtstern)

Dass etwas vom Teig übrig bleibt, ist nicht vermeidbar. Aber „das Gute ist, das man auch bei den Zimtsternen alles wiederverwenden kann“, meint Anneken. Die Masse einfach wieder vermengen und etwas Mandeln und Zimt zugeben, damit das Verhältnis wieder passt.

Luftdicht verpacken

Gebacken werden die Zimtsterne bei 170 Grad Ober-Unterhitze. „In der Backstube können wir etwas weniger Oberhitze einstellen und für Luftzufuhr sorgen, dann verbrennt die Glasur nicht.“ Weil das zu Hause nicht geht, empfiehlt der Experte, einfach einen Löffel in die Backofentür zu stecken.

Nach zehn Minuten sind die Zimtsterne fertig. Nach dem Auskühlen sollte das Gebäck luftdicht verpackt werden, rät Anneken, denn an der Luft würden die Sterne schnell austrocknen und hart werden. In der Tüte bleiben sie etwa 30 Tage lang saftig frisch. Und bleiben nach einem Kaffeeklatsch in der Adventszeit mal ein paar Zimtsterne auf dem Teller liegen, dann am besten wieder sofort zurück in die Tüte packen und zusätzlich in einer luftdichten Box verstauen.


Rezept und Backanleitung:

Für die Teigmasse

  • 250 Gramm geriebene Mandeln
  • 325 Gramm Zucker
  • 100 Gramm (drei Stück) Eiweiß
  • 10 Gramm Zimt
  • Eine halbe Prise Salz (ca. 1 Gramm)

Die Zutaten so lange rühren, bis eine homogene Masse entsteht. Anschließend in der Kühlung eine Nacht ziehen lassen, so ist sie am anderen Tag gut bindig und ausrollfähig.

Für die Eiweißglasur

  • 35 Gramm ( Ein Stück) Eiweiß
  • 225 Gramm Puderzucker

Eiweiß und Puderzucker schaumig schlagen und auf dem ausgerollten Teig dünn verstreichen. Sterne mit einem Klappausstecher ausstechen und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech legen. Anschließend 10 Minuten bei 170 Grad Unterhitze und 150 Grad Oberhitze backen. Nach dem Backen auskühlen lassen und luftdicht verpacken.

Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN