Gelder für private Nutzer Emsland fördert Bau von Ladestationen für E-Mobile

Von Hermann-Josef Mammes

Der Landkreis Emsland will Ladestationen für E-Fahrzeuge bezuschussen. Foto: dpa/ArchivDer Landkreis Emsland will Ladestationen für E-Fahrzeuge bezuschussen. Foto: dpa/Archiv

Meppen. Im Emsland gibt es 103.000 Autos mit Benzin- und 85.000 mit Dieselmotoren, aber nur 106 mit einem Elektroantrieb. Das will der Landkreis Emsland mit zusätzlichen Ladestellen für E-Mobile ändern.

Wenn der Kreistag dem Vorschlag des Kreisentwicklungsausschusses in seiner Sitzung am 18. Dezember folgt, werden dafür 200.000 Euro in den kommenden zwei Jahren bereitgestellt.

Wie Kreisdezernent Michael Steffens sagte, unterhält der Landkreis Emsland allein zwölf der 106 Elektrofahrzeuge (acht Autos und vier E-Rollerscooter). Gleichwohl gebe es ein großes Interesse an der Elektromobilität. „Allein 400 Emsländer wollen nach einem Aufruf in der Zeitung unsere E-Mobile einmal Probe fahren“, so Steffens.

Infrastruktur ausbauen

Im gesamten Emsland gebe bislang 53 Ladesäulen. Mit dem Förderprogramm will der Kreis die Ladeinfrastrukur ausbauen. Der Landkreis plant, öffentlich zugängliche Ladestationen mit zwei Ladepunkten (mindestens 22 kW und Netzanschluss) mit bis zu 2.500 Euro zu fördern. „Halböffentlich zugängliche Normalladestationen, wie an Hotels oder Einkaufszentren, werden mit maximal 1500 Euro bezuschusst. Und selbst der private Nutzer, der ein eigens E-Auto fährt und dieses in der Garage auflädt, kann bis zu 500 Euro vom Landkreis bekommen.

Gute Erfahrungen

CDU-Kreistagsabgeordnete Magdalena Wilmes betitelte das Förderprogramm für ein umweltschonendens und energieeffizientes Fahren als „wichtiges Zukunftsthema“ und „tolle Sache“. Birgit Kemmer (Bündnis 90/Die Grünen) forderte die Politiker in der Ausschusssitzung auf, „noch mehr Druck zu machen für das Auto der Zukunft“. Günther Pletz (UWG) hofft, dass gerade private Nutzer die Anschubfinanzierung nutzen. Klaus Fleer (SPD) berichtete von eigenen sehr guten Erfahrungen: Er ist seit zwei Jahren mit einem E-Fahrzeug unterwegs. Nur AfD-Abgeordneter Guido Stolte lehnte die Fördergelder ab, weil er anzweifelt, dass die Fahrzeuge überwiegend mit „Ökostrom“ gespeist werden.