Eröffnung mit Hindernissen Meppener Einkaufspassage eröffnete im Mai 2013

In Vorweihnachtsstimmung präsentiert sich bereits die 2013 eröffnete MEP in Meppen: Foto: Hermann-Josef MammesIn Vorweihnachtsstimmung präsentiert sich bereits die 2013 eröffnete MEP in Meppen: Foto: Hermann-Josef Mammes

Meppen. Im Mai 2013 eröffnete die Meppener Einkaufspassage (MEP). Der damalige Bürgermeister Jan Erik Bohling sprach sogar von einem „Jahrhundertbauwerk“ für die emsländische Kreisstadt.

Nach 18-monatiger Bauzeit konnte das Einkaufszentrum auf zwei Etagen eröffnen. Die Investitionskosten für die Meppener Einkaufspassage – kurz MEP genannt – summierten sich auf 55 Millionen Euro. Bauherr war die „asp Projektsteuerung“ aus dem emsländischen Lähden des Unternehmers Ralf Schulte. Nach seinen Angaben investierten zudem die 45 Einzelhandelsgeschäfte und Gastronomiebetriebe noch einmal eine „zweistellige Millionensumme“ in die Ladeneinrichtungen.

Die MEP besitzt auf zwei Etagen eine Einkaufsfläche von über 13000 Quadratmetern. Eine Tiefgarage hält 500 Parkplätze vor. Das Gebäude wurde am Dortmund-Ems-Kanal errichtet. Eine Uferpromenade und eine Außenterrasse laden zum Verweilen ein. Zudem entstanden im Obergeschoss acht Eigentumswohnungen.

Eröffnung verschoben

Die Eröffnung musste zweimal verschoben werden. Ursprünglich war sie für November 2012 geplant. Nach Abriss von 24 Immobilien in der Fußgängerzone entdeckten Denkmalpfleger 2011 bis zu 2600 Jahre alte Keramikfunde früherer Ansiedlungen am Zusammenfluss von Ems und Hase. Während der archäologischen Ausgrabungen ruhten die Bauarbeiten auf dem insgesamt 17000 Quadratmeter großen Areal.

Die Außenfassade ist komplett illuminiert. Auch deshalb sprachen die Erbauer nur zu gerne vom „Einkaufsdiamant des Emslandes“. Er sollte verloren gegangene Kaufkraft für Meppen zurückerobern. Die BBE Handelsberatung GmbH aus Köln prognostizierte der MEP einen Jahresumsatz von 48 Millionen Euro. Im Laufe der Zeit machte sich Ernüchterung breit. Der Diamant erfüllte nicht alle Erwartungen. Bis heute sind nur 92 Prozent der Ladenflächen vermietet.


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