Schüler als Jungunternehmer Planspiel am Windthorst-Gymnasium Meppen

Von Adelheid Schmitz


Meppen. Für eine Woche sind 22 Oberstufenschüler des Windthorst-Gymnasiums Meppen in die Rolle von engagierten Jungunternehmern geschlüpft.

Wie richtige Vorstände mussten sie beim Management Information Game (MIG) Entscheidungen für ihre Unternehmen treffen. Ziel des Seminars war es, die Teilnehmer mit den Wechselwirkungen zwischen Einzelunternehmen und Gesamtwirtschaft vertraut zu machen. MIG ist ein Wirtschaftsplanspiel das vom Industriellen Arbeitgeberverband Osnabrück-Emsland-Grafschaft Bentheim veranstaltet wird. Bereits zum 26. Mal übernahm der Rotary Club Meppen die Organisation, in diesem Jahr in Zusammenarbeit mit der Emsländischen Volksbank, die auch die Räumlichkeiten zur Verfügung stellte.

An fünf Tagen jeweils von 8 bis 18 Uhr, teilweise länger, wurde gespielt und gearbeitet. Dazu wurden die Schüler in drei konkurrierende Aktiengesellschaften eingeteilt, die Brillen herstellen. Jedes Unternehmen besaß zu Beginn erdachte 8500 Mitarbeiter und eine Gesamtleistung von 333 Millionen Euro im letzten Quartal. In mehreren Spielrunden (eine Runde/ein Quartal) wurde so über 18 Monate gespielt.

75 einzelne Entscheidungen mussten getroffen werden. Dabei ging es um Produktionsgröße, Transportweg und Inhaltsstoffe. Ein wichtiges Thema war die Personalplanung.

Um wirtschaftliche Zusammenhänge besser verstehen zu können erhielten die Schüler viel Hintergrundwissen. Führungskräfte aus der Wirtschaft in und um Meppen vermittelten den Schülern ein Grundwissen in nachhaltiger Wirtschaft, Unternehmensorganisation, Bilanz- und Erfolgsrechnung, Aktiengesellschaften und Personalwesen. Die Maschinenfabrik Hedelius in Meppen wurde besichtigt.

Die zweite Aufgabe jeder Gruppe bestand darin, eine neuartige Brille einschließlich Marketingkonzept, für eine Einkaufsgemeinschaft zu entwickelt. Mit viel Kreativität wurden Brillen erfunden, Flyer erstellt, sogar Passanten und Schüler befragt.

Höhepunkt des Seminars war der Präsentationsabend. Mit Grafiken, Tabellen und selbstgedrehten Filmen versuchte jede Gruppe die Jury, bestehend aus Rotaryclubmitgliedern, Lehrern, Unternehmern und Mitarbeiter der Volksbank, vom eigenen Produkt zu überzeugen.

Gewinner der Produktpräsentation und gleichzeitig, was nicht immer üblich ist, Gesamtsieger des MIG-Spiels wurde in diesem Jahr die „Videre AG“. Lars Breitmeier, Louisa Sofie Hartung, Sophie Feldhaus, Felix Esders, Charlotte Dütsch, David Thieben und Bengt Bröckerhoff entwickelten eine digitalisierte, bruchsichere Brille mit wasserabweisender Beschichtung. Das Scheinprodukt für die „Generation der Zukunft“ hat ein eingebautes Google File System.


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