„Singen ist meine Passion“ Sängerin Raja aus Haselünne am Sonntag bei The Voice

Meine Nachrichten

Um das Thema Meppen Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.


Haselünne. Agnieszka Satola aus Haselünne, die sich selbst den Künstlernamen Raja gegeben hat, tritt am Sonntag – ab 20.15 Uhr in SAT 1 – bei der Musikshow The Voice of Germany 2017 auf. Welchen Song sie singen wird, darf sie noch nicht verraten, doch gefühlvoll wird es auf jeden Fall, stellt sich im Gespräch mit unserer Redaktion heraus.

„Musik ist schon mein ganzes Leben lang meine Leidenschaft und meine Passion.“ Mit diesen Worten eröffnet Agnieszka Satola alias Raja das Gespräch. Seit ein paar Jahren ist die 33-Jährige sogar beruflich als Sängerin unterwegs, singt auf Hochzeiten oder anderen Feierlichkeiten und gibt kleine Konzerte. „Ich habe eine klare und weiche Stimme und kann sehr romantisch, ruhig und gefühlvoll singen“, beschreibt Raja. Daher liegen ihr emotionale Anlässe wie Hochzeiten.

Eine Gesangsprobe von Raja

Auch ihr Künstlername passt da ins Bild. Raja – wie sie bei The Voice auch nur genannt wird – stammt aus dem Slawischen. „Raj“ bedeutet so viel wie Paradies. „Die Musik ist das Paradies für mich und bedeutet alles in meinem Leben, deswegen habe ich mir diesen Künstlernamen gegeben“ erklärt die gebürtige Polin.

Arbeit in Karateschule

Bevor sie sich jedoch ganz ihrer Musik widmen konnte, stand die Familie im Vordergrund. Nach ihrem Abitur am Gymnasium Marianum in Meppen stieg sie in die Kampfsportschule Karatezentrum Haselünne ihres damaligen Freundes und heutigen Lebenspartners ein. Auch ihre heute 13-jährige Tochter verlangte viel Aufmerksamkeit.

Vor ein paar Jahren entschloss sie sich dann, ihre Leidenschaft nicht mehr nur als Hobby zu betreiben, sondern auf die Bühne zu gehen. „Das Singen war eigentlich immer eine Sache, die ich nur für mich gemacht habe. Ich hatte nie den Wunsch, mal ein Star zu werden“, schildert Raja.

Sängerin ist Halbtagsjob

Das Karate-Training habe ihr aber viel Sicherheit und Selbstbewusstsein gegeben. Zunächst entschied sie sich, auf kleinen Bühnen aufzutreten. „Nach meinen Auftritten war die Resonanz immer super. Daraus haben sich immer sofort neue Engagements ergeben.“ Trotzdem will sie sich der Musik noch nicht vollends widmen. „Die Karateschule und meine Tochter nehmen zu viel Zeit in Anspruch. Ich würde sagen, ich arbeite halbtags als Sängerin“, beschreibt die 33-Jährige. Auf Dauer, wenn ihre Tochter älter werde, wolle sie das Singen jedoch vollends zu ihrem Beruf machen.

Die Jury von The Voice of Germany 2017: Michi Beck & Smudo von den Fantastischen Vier, Yvonne Catterfeld, Samu Haber (Sunrise Avenue) und Mark Forster. Foto: SAT.1/ProSieben/Richard Hübner

Daher entschied sie sich zu dem Schritt, bei einer Musikshow teilzunehmen. „Ich habe schon immer The Voice of Germany geschaut und es ist meiner Meinung nach die einzige Musikshow in Deutschland, die man noch ernst nehmen kann. Die Talente in den vergangenen Jahren hatten immer ein sehr hohes Niveau.“ (Weiterlesen: Viele Meppener sehen DSDS kritisch)

Familie fiebert mit

Von ihrem Abschneiden darf die Künstlerin vor dem Sendetermin natürlich noch nichts verraten. Die Eindrücke seien aber überwältigend gewesen. „Es war die beste Erfahrung , die ich gemacht habe. Ich habe super viel gelernt.“ Ob sie da auf das Training mit einem der Coaches anspricht, bleibt ungewiss. Am besten passe jedoch Yvonne Catterfeld zu ihr. „Ihr Musikstil ähnelt meinem. Mit ihr kann ich mich am besten identifizieren“, sagt Raja. (Weiterlesen: The Voice 2015: Julian aus Osnabrück begeistert Fanta 4)

Familie fiebert mit

Unterstützt wird die Mutter bei ihrem Auftritt von ihrem Lebensgefährten und ihrer Tochter sowie ihrer Schwester und einem Freund. Für die Blind Auditions sind die fünf zusammen nach Berlin gefahren. Doch bereits in einem Vorcasting hatte sich Raja gegen viele Mitbewerber durchgesetzt, erzählt sie. Für die Blind Auditions qualifizieren sich die besten circa 150 Bewerber.

Vor ihrem Auftritt wird vermutlich auch ein kleiner Einspieler zu sehen sein, in dem Raja kurz vorgestellt wird. Das Karate und ihre Familie spielen darin eine Zentrale Rolle. Das TV-Team ist dafür aber nicht etwa zu ihr nach Haselünne gekommen. „Die Aufnahmen sind in einem japanischen Restaurant in Berlin gemacht worden“, gibt die Sängerin zu.


So funktioniert The Voice of Germany

Die Gesangs-Castingshow The Voice of Germany besteht aus verschiedenen Phasen. Zunächst treten die Bewerber in den sogenannten Blind Auditions an. Dabei singen sie, begleitet von einer Liveband, vor Publikum auf einer Bühne. Die vier Juroren Mark Forster, Michi Beck & Smudo von den Fantastischen Vier, Samu Haber (Sunrise Avenue) und Yvonne Catterfeld sitzen mit dem Rücken zu den Kandidaten, können sie also hören, aber nicht sehen. Die Juroren können für einen Kandidaten stimmen, sobald sie auf ihren Buzzer drücken. Dann dreht sich auch ihr Stuhl. Der Kandidat kommt eine Runde weiter, sofern mindestens ein Juror für ihn gestimmt hat. Haben mehrere Juroren den Buzzer gedrückt, darf sich der Kandidat einen Juroren aussuchen, um mit ihm die folgende Trainingswoche zu bestreiten.

Nach Ende der Trainingswoche bestreiten jeweils zwei Kandidaten der gleichen Trainingsgruppe im Duett die Battle Round. Nur einer der beiden kann vom jeweiligen Juror weitergewählt werden.

In der dritten Phase, zunächst Showdown, ab der vierten Staffel Knockouts genannt, treten jeweils drei Kandidaten eines Coaches mit einem selbst gewählten Song an. Aus den drei wählt der Coach je einen, der in die Live-Shows einzieht. In den Live-Shows entscheiden neben dem Coach auch die Zuschauer übers Weiterkommen.

Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN