SPD-Kandidatin bei Wahl am 15. Oktober Kötter will Interessen des Emslands in Landtag einbringen

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Ihre politischen Ziele erklärte Andrea Kötter im Gespräch mit Redakteur Tim Gallandi. Foto: Heiner WittwerIhre politischen Ziele erklärte Andrea Kötter im Gespräch mit Redakteur Tim Gallandi. Foto: Heiner Wittwer

Meppen. Sie gehört seit 2001 dem Meppener Stadtrat an, seit 2011 dem emsländischen Kreistag. Jetzt kandidiert die SPD-Politikerin Andrea Kötter für den niedersächsischen Landtag. Dort die Interessen des Emslands einbringen zu können, wäre für sie „eine tolle und spannende Aufgabe“.

Politisch geprägt wurde die 52-Jährige im Elternhaus. Ihr Vater Hermann Proske war Parlamentarier der Sozialdemokraten auf Stadt-, Kreis- und Landesebene. Er, in dessen Fußstapfen sie nun weiterhin treten könnte, zählt für Andrea Kötter, die 1997 in die SPD eintrat, zu ihren Vorbildern, genau wie andere politisch Aktive, „die für ihre Ideale kämpfen“. Als Beispiele nennt sie die Frauenrechtlerinnen des frühen 20. Jahrhunderts, etwa Bertha von Suttner, aber auch den einstigen Kanzler Helmut Schmidt.

Ein solcher Kampf für die persönlichen Überzeugungen hat offenbar auf sie abgefärbt: „Wenn ich etwas für richtig halte, kann ich sehr hartnäckig sein. Doch ich bin auch kompromissbereit, wenn es der Sache dient und man dem Ziel näherkommt.“

Digitalisierung begleiten

Zu den Themen, die für sie im Wahlkampf wichtig sind, zählt die SPD-Politikerin die ärztliche Versorgung im ländlichen Raum. Hier gelte es, „massive Verbesserungen herbeizuführen, auch im Bereich der Psychotherapie und Psychiatrie“. In Sachen Bildung will sie sich für die Inklusion an Schulen und Kitas einsetzen, wobei neben der Schaffung von Akzeptanz die Ausstattung der Einrichtungen, besonders im frühkindlichen Bereich, erweitert werden müsse. Gleichsam will Kötter die Digitalisierung positiv begleiten – auf dem privaten Sektor – Stichwort: Breitbandausbau – wie in der Arbeitswelt, wo sie mit gravierenden Veränderungen verbunden sei, was manchen Sorgen bereite, jedoch ebenso Chancen eröffne.

Den Ausbau der Europastraße 233 hält die Meppenerin für unumgänglich, nicht nur aus wirtschaftlicher Sicht. Durchlässiger Verkehr sei für alle wichtig, auch aus Sicherheitsgründen. „Wichtig ist aber, bei einem Ausbau auf die Kommunen und die betroffenen Anwohner einzugehen.“ Beim Bau von Stromtrassen „dürfen wir als durchleitende Kommunen nicht in unseren Interessen beschnitten werden“. Eine weitere Aufgabe laute, Landwirtschaft und Naturschutz miteinander zu vereinbaren.

Gute Lebensbedingungen schaffen

Wirtschaftlich gesehen stehe das Emsland gut da; mit dieser Situation einhergehen sollten nach Kötters Auffassung allerdings auch gut bezahlte, unbefristete Arbeitsplätze, die eine auskömmliche Rente sichern. Hier sehe sie Handlungsbedarf, gerade mit Blick auf Frauen. Allgemein sei es ihr wichtig, gute Lebensbedingungen für Menschen jedes Alters zu schaffen. Zu diesen Lebensbedingungen rechnet sie – neben der ärztlichen Versorgung – Mobilität und Einkaufsmöglichkeiten: „Mobilität muss gewährleistet sein, sonst wird Teilhabe, sei sie sozial oder kulturell, schwierig.“

In ihrer freien Zeit findet Andrea Kötter Entspannung beim Lesen („auch mal Krimis, nicht nur Sachbücher und Sitzungsvorlagen“) sowie im Sommer bei der Gartenarbeit und im Winter beim Stricken. Sich selbst charakterisiert die Landtagskandidatin als „lernfähig, an Entwicklungen interessiert und lösungsorientiert“. Und nicht zuletzt als humorvoll: „Das hilft einem manchmal auch im politischen Diskurs, Schärfen herauszunehmen.“


Andrea Kötter wurde am 13. November 1964 in Meppen geboren. Nach dem Abitur am Kreisgymnasium Meppen (heute Windthorst-Gymnasium) machte sie eine Ausbildung zur Sparkassenkauffrau bei der Kreissparkasse Meppen. Heute ist sie in Teilzeit bei der Sparkasse Emsland tätig. Kötter ist verheiratet und zweifache Mutter.

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