CDU und SPD klare Verlierer Große Schwankungen bei AfD im Wahlkreis Mittelems

Viele Anhänger der CDU waren am Wahlabend im Meppener Kreishaus enttäuscht vom eigenen Ergebnis. Foto: Hermann-Josef MammesViele Anhänger der CDU waren am Wahlabend im Meppener Kreishaus enttäuscht vom eigenen Ergebnis. Foto: Hermann-Josef Mammes

Meppen. Die emsländischen Parteien analysieren einen Tag nach der Wahl genau, wo sie Gewinne einstreichen und Verluste im Wahlkreis Unterems hinnehmen mussten. Gerade bei der AfD gibt es enorme Schwankungen.

Bei den beiden Volksparteien zeigt sich ein klarer Trend. Während CDU-Bundestagsabgeordneter Albert Stegemann wie schon vor vier Jahren in ländlichen Regionen punkten konnte, ist Sozialdemokratin Daniela De Ridder eher in den Städten stark.

Tatsächlich gibt es Wahllokale, wo AfD-Bewerber Danny Meiners aus Geeste völlig leer ausging. So zum Beispiel in den Wahllokalen Bramhar und Lohe. Gleichwohl konnte der Kreisvorsitzende der Alternativen Liste in einigen Bezirken bei den Erststimmen sogar zweistellige Resultate verbuchen; so im Meppener Wahllokal Seniorenwohnanlage DRK (10,5 Prozent) und im Zentrum für Jugendberufshilfe seinen Spitzenwert von 13,4 %. Entgegen dem Bundestrend wurde die AfD aber im Wahlkreis Unterems hinter CDU, SPD, FDP und Bündnis 90/Die Grünen nur fünfstärkste Fraktion.

Guter Listenplatz

Dank eines sehr guten Listenplatzes vertritt zukünftig auch der Lingener FDP-Politiker Jens Beeck die Interessen des Wahlkreises im Deutschen Bundestag. Bei den Zweitstimmen konnten die Liberalen in mehreren Wahllokalen zweistellige Ergebnisse erzielen. In der Gemeinde Geeste und der Stadt Haselünne waren es jeweils drei Wahllokale und in der Stadt Meppen zehn. Viermal knackte die FDP diese Marke in der Samtgemeinde Herzlake. In Westrum erzielte sie ihr bestes Ergebnis mit 13,9 % bei den Zweitstimmen.

Während die Linke überall im einstelligen Bereich blieb, erzielten die Grünen ihre besten Ergebnis in der Stadt Meppen. 11 % der Wähler sprachen sich in der Kardinal-von-Galen-Schule für Reinhard Püllage aus. Bei den Zweitstimmen waren es in der Maria-Montessori-Schule sogar 15,7 %.

Ähnlich dem Bundestrend

CDU-Bewerber Stegemann dürfte in Zukunft mit großem Vergnügen nach Varloh fahren. Hier konnte er 83,3 % der Stimmen auf sich vereinen. Zugleich verzeichnete SPD-Bewerberin Daniela De Ridder hier die wenigsten Erststimmen (7,8 %), dafür in der Meppener Pestalozzischule mit 35,6 % die meisten.

Bei den Zweitstimmen spiegelt das Meppener Wahllokal 210 (Zentrum für Jugendberufshilfe) sogar relativ genau den Bundestrend wider. CDU: 32,0 % (Bund: 32,9 %), SPD: 23,6 %(Bund: 20,6 %), Grüne: 6,8 %(Bund: 8,9 %); Linke : 8,0 %(Bund: 9,1 %), FDP: 11,2 %(Bund: 10,6 %) und AfD: 14,8 %(Bund: 13,0 %).


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