SPD scheitert vorerst mit Antrag Kein Emsland-Programm gegen Insektensterben

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Insekten wie dieser Feuerfalter werden auch im Emsland seltener, beklagt die SPD. Foto: Tobias BöckermannInsekten wie dieser Feuerfalter werden auch im Emsland seltener, beklagt die SPD. Foto: Tobias Böckermann

Meppen . Die SPD ist mit einem Vorstoß zur Verringerung des Insektensterbens im Kreisumweltausschuss gescheitert. Das Thesenpapier wird am heutigen Dienstag im Kreistag allerdings noch einmal beraten.

Der Vorsitzende des Umweltausschusses, Ulrich Wilde von der SPD, hatte das „fortschreitende Insektenstreben“ bereits in der letzten Sitzung im Mai thematisiert. Basierend auf der damaligen Debatte hatte er nun den Antrag gestellt, über „Maßnahmen des Landkreises Emsland gegen das Insektensterben“ zu diskutieren.

Ausführliche Begründung

Wilde begründete seinen Antrag ausführlich und verwies auf vielfältige Hinweise auf eben jenes Insektensterben sowie auf die möglichen Ursachen, die er im Einsatz von Pflanzenschutzmitteln ebenso sah, wie im Klimawandel, der Wildpflanzen früher blühen lasse oder im Verlust von Lebensräumen.

Der Landkreis Emsland sollte nun prüfen, was er an Maßnahmen treffen könne, die dieser Entwicklung entgegenwirkten. Die entstehenden Kosten sollten ermittelt und gegebenenfalls über die Umsetzung der Maßnahmen beraten werden.

Dem stimmte der Umweltausschuss mehrheitlich aber nicht zu. Stattdessen schloss er sich der Vorlage der Kreisverwaltung an, die neue Leiterin der Unteren Naturschutzbehörde, Kirstin Meyer, vortrug.

„Landkreis aktiv“

Demnach ist der Landkreis im Rahmen seiner Möglichkeiten bereits vielfach aktiv, etwa über das Wegeseitenraumprogramm oder bei der Förderung von Streuobstwiesen. Auch werden landkreiseigene Grünlandflächen nach Möglichkeit insektenfreundlich bewirtschaftet. In dieser Angelegenheit bereite man auch ein Kooperationsprojekt für die insektenfreundliche Gestaltung von und Unterhaltung von öffentlichen Grünlandflächen mit den Kommunen vor.

Ein grundsätzlicher Ansatz zur Bekämpfung des Insektensterbens müsse dagegen globaler erfolgen, meint die Kreisverwaltung. An der Förderung blühender Landschaften beteilige man sich aber bereits und werde das auch weiterhin tun.

Einen Antrag, die Grasflächen auf der Mülldeponie in Meppen-Versen insektenfreundlicher zu gestalten, zog Karsten Keetz (Grüne) vor der Beratung zurück.


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