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21.09.2017, 17:30 Uhr KOMMENTAR

Emsland auf der digitalen Überholspur – Breitband zieht Firmen an

Ein Kommentar von Hermann-Josef Mammes


In diesem Verteilerpunkt laufen zahlreiche Glasfaserkabel unter anderem zur Übertragung von Hochgeschwindigkeitsinternet zusammenlaufen. Foto: dpaIn diesem Verteilerpunkt laufen zahlreiche Glasfaserkabel unter anderem zur Übertragung von Hochgeschwindigkeitsinternet zusammenlaufen. Foto: dpa

Meppen. Der Landkreis Emsland wechselt mit dem Breitbaudausbau in Höhe von 59 Millionen Euro auf die digitale Überholspur.

Dabei besitzt dieses Großprojekt durchaus Parallelen zum vorzeitigen Ausbau der Emslandautobahn im Jahr 2004. Auch damals erkannten die Emsländer dass sich der wirtschaftliche Erfolg über eine gut ausgebaut Infrastruktur definiert. Eine Erwerbslosigkeit von heute nur noch drei Prozent ist das beste Indiz.

Die ländlichen Regionen in Niedersachsen geraten beim Breitbandausbau gegenüber den Großstädten erneut ins Hintertreffen. Damit müsste auch die emsländische Wirtschaft erneut große Nachteile in Kauf nehmen. War es vor dem Autobahnbau der schwierige Transport ihrer Waren, sind sie jetzt bei der Übertragung digitaler Daten die klaren Verlierer.

Gefahr erkannt

Der Landkreis hat die Gefahr erkannt und steuert rechtzeitig gegen. Mit einem Glasfaseranschluss sind die Firmen wieder wettbewerbs- und zukunftsfähig. Zugleich nimmt der Landkreis beim Breitbandausbau ab 2018 bundesweit eine Spitzenstellung ein. Nach der Fertigstellung der Autobahn siedelten sich viele auswärtige Firmen zwischen Salzbergen und Papenburg an, dieser Effekt wird sich wiederholen.


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