Kampf gegen „Wildparker“ Rettungswege am Stadion Meppen sind oft blockiert


Meppen. Ein Problem mit „Wildparkern“, die Rettungswege zustellen, gibt es bei Heimspielen des SV Meppen.

Aus der Erfahrung der letzten Fußballspiele in der Hänsch-Arena heraus, bitten die Stadt Meppen, die Polizei und der SV Meppen die Fußballfans, entweder auf ein Fahrzeug zu verzichten oder dieses verkehrsgerecht abzustellen. Vor allen Dingen bei den ‚Wildparkern‘ werde es in Zukunft kein „Auge zudrücken“ mehr geben.

Rettungswege blockiert

Bei der Sicherheitsbesprechung vor jedem Heimspiel des SV Meppen ist das Parken stets Thema „Dabei werden dann auch ohne Rücksicht Einfahrten blockiert und Rettungsfahrzeuge bekommen keine freie Zufahrt zum Einsatzort“, erklärt SVM-Pressesprecher Heiner Harnack. Immer wieder ist das Technische Hilfswerk betroffen. Zwar stehen auf dem Parkplatz P1 bis zu 200 Plätze zur Verfügung, aber sehr viele Autofahrer halten sich nicht an die Regeln und Stellen die Zufahrt zum Gelände der Katastrophenschützer zu.

Fußmarsch zum Stadion

Der P2 an der WTD 91 bietet 300 Fahrzeugen Platz. Mit 750 Plätzen ist der P3 an der Borkener Straße die größte Abstellmöglichkeit. Natürlich müsse man den einige Minuten dauernden Laufweg in Kauf nehmen, erklärte der Vereinssprecher. Auf dem P4 bei der Tankstelle Lanfer an der Lathener Straße dürften 400 Pkw geparkt werden, so Harnack. Weitere 500 Kfz finden Platz auf dem P5 in Höhe des Osttores an der Jahnstraße. Diese bleiben allerdings den Gästefans vorbehalten. Dazu parken dort die Busse, mit denen die Fans von außerhalb anreisen.

Grafik: Stefan Langer

Den kleinsten Parkplatz P6 mit 100 Plätzen finden die Besucher am Marianum. Einen kleinen Fußmarsch müssen auch die Fans auf sich nehmen, die den Parkplatz P7, Bolzplatz, an der Herrenmühle, aufsuchen. Zusammen mit dem kleinen Schützenplatz der Gilde Vormeppen fasst dieser 500 Fahrzeuge. „Der Parkplatz P8, ebenfalls an der Lathener Straße gelegen, fasst zwar 150 Stellplätze, aber die bleiben den Medienvertretern und VIPs vorbehalten, die auch dafür zahlen“, erklärt Harnack weiter. Bei vielen Journalisten und Fotografen käme hinzu, dass diese eine Menge technisches Gerät mit sich führten, so dass große Fußwege zu vermeiden seien, sagt der SVM-Mann.

Zu Fuß oder mit dem Rad

Innerhalb des Stadions stünden für die Medienvertreter keine Plätze mehr zur Verfügung. Für die großen Übertragungswagen der TV- und Radiosender hat die Stadt übrigens einen Extraweg hinter der Alten Haupttribüne angelegt. „Mit der Hilfe vieler Beteiligter haben wir es geschafft, 2750 Parkplätze zur Verfügung zu stellen“, zählt der SVM die Abstellmöglichkeiten zusammen und dankt ausdrücklich allen Unterstützern dafür.

„Die Besucher aus der Stadt sind natürlich am besten beraten, entweder zu Fuß oder mit dem Fahrrad zu kommen“, bittet der Verein die einheimischen Fans, ihre Fahrzeuge in der Garage zu lassen. Um verkehrsgefährdende Situationen zu vermeiden, müssten aber alle, die ihre Fahrzeuge einfach „wild“ in der Gegend abstellten, davon ausgehen, dass in Zukunft der Abschleppwagen anrollen werde. „Da kann es kein Pardon der Sicherheitskräfte mehr geben.“