CDU-Meppen im Gespräch mit Firma Boll Bekenntnis zur E233 und zum Wirtschaftsstandort Meppen

Geschäftsführer Ulrich Boll stellt dem CDU-Stadtverbandsvorstand die Arbeitsbereiche des Unternehmens vor. Foto: CDU Stadtverband MeppenGeschäftsführer Ulrich Boll stellt dem CDU-Stadtverbandsvorstand die Arbeitsbereiche des Unternehmens vor. Foto: CDU Stadtverband Meppen

Meppen. Die aktuelle Ausbildungssituation und der Ausbau der E233 standen im Mittelpunkt, als der Vorstand des CDU-Stadtverbandes nun den Hauptsitz der Firma Boll in Meppen besuchte.

Ulrich Boll und Jörg Gerdelmann, die zusammen mit Frank Hanzlik die Geschäftsführung des Unternehmens bilden, informierten zunächst über Geschichte, Struktur und Geschäftsfelder der Georg Boll GmbH & Co. KG. Sie gehöre zu den ältesten Firmen in Meppen und präsentiere sich heute als moderne Spedition und multimodales Logistikunternehmen. Außer Tieren, Kühlwaren und Autos transportiere und verpacke man inzwischen fast alles – vom Flachbildfernseher bis zum feuchten Toilettenpapier. (Weiterlesen: Spedition Boll erhält neues Zertifikat – nachhaltiger Umgang mit Energie)

Nachwuchsprobleme

Die Zahlen: etwa 500 Mitarbeiter, 150 eigene Fahrzeuge und etwa 40 Millionen Euro Jahresumsatz weisen das Unternehmen laut eigenen Angaben als starken Mittelständler aus. Wie auch der Großteil der Konkurrenz habe man jedoch zunehmend mit Nachwuchsproblemen zu kämpfen. So suche man händeringend nach Fahrern sowie Auszubildenden für den Bereich des Berufskraftfahrers. Boll und Gerdelmann betonten, dass der Beruf für die meisten Schülerinnen und Schüler keine Option darstelle. Dies sei einem schlechten Image geschuldet, dass leider immer noch bei vielen Eltern und Lehrern vorherrsche. Dabei sei dieser Beruf in den letzten Jahren zunehmend vielseitiger geworden. Das Fahren an sich werde zunehmend zur Nebensache. Auch seien die Verdienstmöglichkeiten durchaus attraktiv.

„Keine Alternative zu vierspuriger E233“

Nach einer sich anschließenden Besichtigung der Firmenräume und des Betriebsgeländes erörterten die Anwesenden im weiteren Gespräch Chancen und Probleme des geplanten Ausbaus der E233. Boll, selbst Mitglied im Vorstand des Vereins „Pro E233“, betonte, dass es aus seiner Sicht keine Alternative zum vierspurigen Ausbau der Strecke gebe. Er verhehlte dabei nicht, dass seine eigene Firma ein vitales Interesse daran hat.

Dass sich das Unternehmen als Spedition so einen großen eigenen Fuhrpark leiste, resultiere vor allem auch aus dem Umstand, dass das Emsland nicht gut erreichbar sei und aus diesem Grund Charterfahrten in die Ballungsgebiete oft Mangelware seien. Fehlende Infrastruktur sei aber ein generelles Problem, das die gesamte Region betreffe. Für viele emsländische Unternehmen stelle sich hier zunehmend die Standortfrage. Weiterhin sei der Ausbau der Straße nachweislich auch aus verkehrsökonomischen sowie ökologischen Überlegungen sinnvoll. (Weiterlesen: Förderverein „Pro E233“ startet Kampagne)

Auch der CDU Stadtverband Meppen sieht einen dringenden Handlungsbedarf und bekennt sich klar zum Ausbau der E233. „Wir sind davon überzeugt, dass eine ausgebaute E233 – ähnlich wie die A31 – als weiterer Entwicklungsmotor für unsere Wirtschaft wirken kann und somit auch zur langfristigen Sicherung von Arbeitsplätzen und weiterem wirtschaftlichem Wachstum beitragen wird“, sagte der Stadtverbandsvorsitzende Arne Fillies.

Nach einem abschließenden Austausch über das Thema Mobilität und die Zukunft des Transportwesens im Allgemeinen dankte Fillies den beiden Vertretern der Geschäftsführung für die ausführliche Präsentation des Unternehmens und die intensiven Gespräche. Man sei erfreut über das klare Bekenntnis der Firma Boll zu Standort und Region und nehme aus diesem Treffen wertvolle Impulse für die Lokalpolitik und den Bürgerdialog mit. Bei der anschließenden Vorstandssitzung standen Planung und Koordination des anstehenden Bundes- und Landtagswahlkampfes im Mittelpunkt.


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