Friesenbrücke wichtiges Thema Forderungskatalog der Wachstumsregion Ems-Achse

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Hannover. Auch wenn sich Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) und Landtagspräsident Bernd Busemann (CDU) äußerlich gelassen gaben, war doch in vielen Gesprächen beim Parlamentarischen Abend der Wachstumsregion Ems-Achse die vorgezogene Landtagswahl das beherrschende Thema.

Dabei versuchten beide Politiker in ihren Begrüßungsreden vor 390 Gästen im Neuen Rathaus in Hannover, die politischen Eskapaden der vergangenen Tage gezielt herunterzuspielen. „Am heutigen Tag waren alle Beschlüsse im Landtag einstimmig“, sagte Weil den Gästen aus Ostfriesland, dem Emsland, der Grafschaft Bentheim und den Niederlanden. Landtagspräsident Bernd Busemann wollte sogar eine „neue Friedfertigkeit im Parlament in Hannover“ ausgemacht wissen.

Neubau der Friesenbrücke

Gleichwohl ging Weil beim achten Parlamentarischen Abend auf die Probleme entlang der Ems-Achse ein. Nach der Jahrzehnte langen Diskussion um die Emsvertiefung und das Sperrwerk in Gandersum sei jetzt der Neubau der Friesenbrücke ein wichtiges Thema. Applaus erntete der Landesvater für seine Aussage zur Fertigstellung einer neuen Eisenbahnbrücke bei Weener: „Wir wollen uns nicht vor unseren niederländischen Nachbarn schämen müssen, so schnell müssen wir einfach fertig sein.“

Gute Bahnverbindung

Als Vorsitzender der Wachstumsregion nahm der Speller Unternehmer Bernard Krone den Ball auf und forderte eine „gute Bahnverbindung“. So waren auch Vertreter der „Wunderlinie“ mit einem Stand im Rathaus vertreten. Ihr Ziel ist eine schnelle Anbindung auf der Schiene zwischen Groningen und Bremen, um das Zusammenwachsen der Arbeits- und Wirtschaftsmärkte zu forcieren.

Ein Umdenken in der Schul- und Bildungspolitik sei zudem mit Blick auf den Fachkräftemangel vonnöten: „In allen Bereichen fehlen uns nicht einmal so stark die Akademiker, sondern Auszubildende und Facharbeiter.“ Beispielhaft führte der Unternehmer seinen Heimatort Spelle ab. Dort verließen 120 junge Menschen im Sommer die Oberschule, aber nur 14 von ihnen starteten am 1. August eine duale Ausbildung.

Ausbau der E 233

In Sachen Infrastruktur forderte die Wachstumsregion Ems-Achse mit ihren 530 Mitgliedern erneut den schnellen und leistungsstarken Breitbandausbau. Er kritisierte die Landesregierung, die „Metropolregionen finanziell deutlich besser“ ausstatte. Krone setzt zudem darauf, dass der vierspurige Ausbau der 84 Kilometer langen Europastraße 233 von Meppen nach Emstek bis „2030 fertiggestellt ist“. „Wir sind uns sicher, dass die meisten Menschen in der Region für den Ausbau sind“. Die Kosten bezifferte er auf „knapp 720 Millionen Euro“.


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