Schulungsangebot von KEB, SKM, Caritas Angebote für Helfer in Flüchtlingsarbeit im mittleren Emsland

Ingo Hinrichs

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„Integration kann nur als gesamtgesellschaftliche Aufgabe gelöst werden“ Dies unterstrichen in einem Pressegespräch die Vertreterinnen der beteiligten Hilfsorganisationen, Dorothee Holz, KEB Emsland-Mitte, Kathrin Vorjans, Canitasverband Landkreis Emsland und Karin Walterskötter-Kowoll, SKM Emsland-Mitte. Foto: Ingo Hinrichs„Integration kann nur als gesamtgesellschaftliche Aufgabe gelöst werden“ Dies unterstrichen in einem Pressegespräch die Vertreterinnen der beteiligten Hilfsorganisationen, Dorothee Holz, KEB Emsland-Mitte, Kathrin Vorjans, Canitasverband Landkreis Emsland und Karin Walterskötter-Kowoll, SKM Emsland-Mitte. Foto: Ingo Hinrichs

Ihin Meppen. Ihr gemeinsames Hilfspaket in der Integrationsarbeit für Flüchtlinge im mittleren Emsland stellten nun die Vertreterinnen der Katholischen Erwachsenenbildung Emsland-Mitte (KEB ), Dorothee Holz, des Sozialdienstes katholischer Männer (SKM ), Karin Walterskötter-Kowoll und des Caritasverbandes für den Landkreis Emsland, Kathrin Vorjans vor.

Das Angebot richtet sich vornehmlich an ehrenamtliche Helfer, die weiterhin dringend gesucht werden. Die Aufgabenpalette freiwilliger Helfer reicht dabei vom Deutschunterricht über Fahrdienste bis zur Betreuung und Begleitung bei Aufgaben des Alltags. Aufgaben, vor denen laut den gemeinnützigen Organisationen aber niemand zurückschrecken sollte, da umfangreiche Hilfen angeboten werden.

Sprache als Schlüsselqualifikation

Die deutsche Sprache sei unbestritten der Schlüssel zur Integration von Asylsuchenden. Aufbauend auf eine gemeinsame Basis zur Kommunikation könnten weitere Maßnahmen zur Integration besser umgesetzt werden. „Auch Nicht-Pädagogen sind hier herzlich willkommen, da die Bandbreite des Schulungsbedarfes sehr groß ist und in vielen Fällen absolut keine pädagogische Qualifikation voraussetzt“, sagte Karin Walterskötter-Kowoll und wirbt dabei gleichzeitig für dringend benötigte freiwillige Helfer. Alle drei Organisationen bieten auf den Bedarf der Helfer zugeschnittene Schulungen an, die von der Begleitung von Kindern in der Grundschule bis zu speziellen Kursen für Frauen reichen.

Eingliederung durch Arbeit

In erster Linie wünschen sich Flüchtlinge nach dem Deutschkurs eine Arbeits- oder Ausbildungsstelle, um weiter in die Gesellschaft integriert und damit auch gesellschaftlich anerkannt zu werden. Alle Beteiligten würden immer wieder bestätigen, dass eine sinnvolle Beschäftigung ein zentraler Baustein für die erfolgreiche Eingliederung ist.

Dorothee Holz sieht aber auch ein Problem: „Haupt- und ehrenamtliche Helfer stoßen bei der Integrationsarbeit für Migranten zuweilen an Grenzen.“ Seien es praktische Probleme bei der Integration in die neue Arbeitsstelle oder Rechtsfragen zum Asyl- und Aufenthaltsrecht. Oftmals stellten sich die Flüchtlinge die Frage, wie realistisch die Bleibeperspektive ist oder was geschieht, wenn der Antrag abgelehnt wird. Häufig stelle sich auch die Frage nach dem Familiennachzug. Nicht zuletzt müsse aber auch die Frage nach einer möglichen Abschiebung beantwortet und die Chance auf eine Härtefallregelung beurteilt werden.

Kostenlose Schulungen

Bei der Beantwortung dieser Fragen wollen die Hilfsorganisationen laut Kathrin Vorjans vom Caritasverband mit einem umfangreichen Schulungsangebot weiterhelfen. Das Angebot richtet sich an alle haupt- und ehrenamtlichen Helfer, die neu in die Flüchtlingsbetreuung einsteigen möchten und sich ein Grundlagenwissen aneignen wollen. Genauso seien aber auch erfahrene Helfer angesprochen, die kompetente Antworten auf rechtliche Fragen suchen. Dazu werden im August und September Schulungen zu den Themen „Antworten auf aktuelle Fragen zur Abschiebung und Duldung“ und „Integration von geflüchteten Menschen in Arbeit oder Ausbildung“ angeboten. Die Kurse werden vom „Niedersächsischen Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung“ gefördert. Die Teilnahme an den Schulungen ist deshalb kostenlos. Weitere Kurse sind für das vierte Quartal des Jahres in Planung.

Deutlich wurde bei der Vorstellung der Hilfsmaßnahmen, dass die erfolgreiche Eingliederung von Migranten eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe ist. Die vielen hauptamtlichen Helfer würden eine wertvolle Grundlagenarbeit leisten. Die Betreuung der Hilfesuchenden im Alltag könne aber nur durch ein breites ehrenamtliches Engagement dargestellt werden. Mit den angebotenen Schulungen sollen auch Schwellenängste abgebaut werden.

Eine sehr gute Möglichkeit, sich mit anderen Interessierten zu treffen und die Arbeit mit Flüchtlingen kennenzulernen bietet ein gemeinsamer Spaziergang mit Flüchtlingen, angeboten von der Katholischen Erwachsenenbildung unter dem Titel „Aufatmen in Grün“ ein gemeinsamer Spaziergang an der Hase“. Auskünfte zu allen Veranstaltungen geben die beteiligten Hilfsorganisationen.


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