Auktion für Bentheimer Landschafe Betrieb Steenken aus Werpeloh züchtet besten Bock

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Eine Auszeichnung erhielt Irmgard Steenken in Uelsen für den Siegerbock von Landtagspräsident Bernd Busemann. Foto: Tobias BöckermannEine Auszeichnung erhielt Irmgard Steenken in Uelsen für den Siegerbock von Landtagspräsident Bernd Busemann. Foto: Tobias Böckermann

Uelsen. Bei der bundesweiten Elite-Auktion für Bentheimer Landschafe in Uelsen in der Grafschaft Bentheim sind erneut emsländische Züchter erfolgreich gewesen.

Bei der bundesweit einmaligen Veranstaltung werden jährlich die Nachwuchszuchtböcke der Schafrasse gekört, also auf ihre Zuchttauglichkeit geprüft. An die Bewertung der sogenannten Körkommission schließt sich die Prämierung an, bei der die Tiere sich untereinander mit den übrigen Vertretern des Jahrgangs messen. Danach werden die Tiere versteigert und gehen in Schafherden in ganz Deutschland.

In diesem Jahr hatten Georg und Irmgard Steenken aus Werpeloh zum wiederholten Mal den Siegerbock des gesamten, rund 70 Tiere umfassenden Starterfeldes aufgetrieben. Den Reservesieger stellte der Heilpädagogische Bauernhof Blekker aus Uelsen. Den besten Lammbock stellte Gerfried de Lange aus der Grafschaft Bentheim. Ludwig und Stefan Schmitz, ebenfalls aus dem emsländischen Werpeloh, hatten ebenfalls hervorragende Zuchtböcke vorgestellt und unter anderem für 1050 Euro den zweitteuersten Bock des Tages aufgeboten. Teurer war nur noch ein Bock aus Nordrhein-Westfalen, der 1500 Euro einbrachte.

Insgesamt lief der Verkauf aber eher schleppend. 19 Böcke fanden trotz Ankaufsprämien von bis zu 100 Euro pro Tier aus einer Stiftung keinen Abnehmer. Der Durchschnittspreis bei den Jährlingsböcken (12 bis 23 Monate) lag bei 511 Euro (2016: 536), bei den Lammböcken bei 580 (2016: 436).

Mit Auszeichnung

Der Betrieb Steenken erhielt für den Siegerbock der Auktion auch eine Auszeichnung des Landes Niedersachsen. Überreicht wurde sie von einem prominenten Mitstreiter in Sachen Schafzucht: Landtagspräsident Bernd Busemann (CDU) aus Dörpen hält selbst seit 1987 Bentheimer Landschafe.

Im Rahmen eines vom Tierpark Nordhorn ausgerichteten Mittagessens, an dem neben Landrat Friedrich Kethorn auch der Bundestagsabgeordnete Albert Stegemann (CDU) und der Landtagsabgeordnete Reinhold Hilbers (CDU) teilnahmen, hatte sich Busemann den Züchtern alter Nutztierrassen für ihr Engagement gedankt.

Auch äußerte er sich zur aktuellen Wolfsdiskussion. „Ich halte davon gar nichts“, sagte er mit Blick auf die Rückkehr des Wolfes nach Niedersachsen. Der Wolf gefährde auf Dauer die Weidetierhaltung im Land, weshalb er sich für eine Bestandsregulierung ausspreche. Diesen Hinweis nahm Heiko Schmidt, Vorsitzender des Landesschafzuchtverbandes Weser-Ems dankbar auf und bezeichnete den Wolf als „Riesenproblem für alle Weidetierhalter, nicht nur für die Schäfer.“

Den Rahmen für die Auktion, auf der auch einige Schafe der Rassen Weiß- und Schwarzkopf aufgetrieben wurden, bildete der neunte Grafschafter Haus- und Nutztiertag mit vielen Ständen und Angeboten rund um Landwirtschaft und alte Nutztiere.


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