13370 Menschen pflegeversichert Pflegestützpunkt Emsland hilft im Bedarfsfall

Die Beraterinnen des Pflegestützpunktes Emsland mit (von links) Marlen Bentlage, Ina Kompmaker, Christiane Karwisch-Kattner und Raissa Lögers stehen Hilfesuchenden mit Rat und Tat zur Seite.  Foto: Landkreis EmslandDie Beraterinnen des Pflegestützpunktes Emsland mit (von links) Marlen Bentlage, Ina Kompmaker, Christiane Karwisch-Kattner und Raissa Lögers stehen Hilfesuchenden mit Rat und Tat zur Seite. Foto: Landkreis Emsland

Meppen. „Wir wollen im Emsland dafür sorgen, dass sich hilfe- und pflegebedürftige Menschen jeden Alters sowie Angehörige und Betreuer umfassend informieren und beraten lassen können. Ausgehend von dieser Zielsetzung, hat der Landkreis Emsland den Pflegestützpunkt eingerichtet“, sagt Landrat Reinhard Winter.

2001 wurde der Pflegestützpunkt mit drei Mitarbeitern eröffnet. Heute beraten die Mitarbeiterinnen Christiane Karwisch-Kattner, Marlen Bentlage, Ina Klompmaker und Raissa Lögers zum Thema Pflegebedürftigkeit. „Wir haben damit auf den steigenden Bedarf, der sich durch die demografische Entwicklung ergibt, reagiert. Alle vier Beraterinnen zeichnen sich durch Fachwissen aus, verfügen über eine entsprechende Ausbildung und Praxiserfahrungen in der Pflege“, betont Winter.

Keine Frage des Alters

Fragen zu Leistungen der Pflegeversicherung und anderer Kostenträger, über verschiedene Pflegeangebote, die Hilfsmittelversorgung und über Entlastungsangebote für pflegende Angehörige gehören zum Arbeitsalltag der vier Beraterinnen. Dass Pflege nicht eine Frage des Alters ist, zeigt, dass auch Eltern pflegebedürftiger Kinder beraten werden. Weiter helfen die Mitarbeiterinnen des Pflegestützpunktes, die Versorgung und Pflege von Menschen mittleren Alters in der eigenen Wohnung zu organisieren, die nach einer Krankheit oder nach einem Unfall pflegebedürftig geworden sind.

Kostenlose Beratung

Aktuell werden auch viele Fragen zu den Änderungen durch das Pflegestärkungsgesetz II beantwortet. Wichtig zu wissen: Die Beratung ist individuell, unabhängig und kostenlos.

Viele Anlaufstellen

Mit Seniorenstützpunkt, Ehrenamtsservice und Demenz-Servicezentrum finden sich weitere zentrale Anlaufstellen für Menschen im Landkreis Emsland. Angebote wie Wohnraumberatung und Seniorenbegleitung stellen ein differenziertes Angebot dar, das nicht zuletzt zum Ziel hat, die Emsländer so lange wie möglich in den eigenen vier Wänden zu unterstützen.

Ambulante Pflegedienste

Ende des Jahres 2015 nahmen im Emsland 13.370 Personen Leistungen der Gesetzlichen Pflegeversicherung in Anspruch. Davon wurden über 7.000 Pflegebedürftige allein von Angehörigen unterstützt, weitere 4.000 erhielten ergänzend auch Unterstützung durch ambulante Pflegedienste. Somit werden etwa 84 Prozent der Pflegebedürftigen im Landkreis zuhause betreut. „Dies ist eine enorm große Zahl, die deutlich macht, dass Pflege in der Familie im Landkreis Emsland noch von großer Bedeutung ist. Mit dem umfassenden Beratungs- und Unterstützungsangebot fördern Politik und Verwaltung diesen Ansatz“, sagt Winter. Der demografische Wandel mit einer deutlichen Zunahme hochbetagter Menschen werde den Unterstützungsbedarf weiter ansteigen lassen.


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